Pierre-Eme­rick Aub­ameyang
Der treue Leser weiß: Wir haben ein sehr inten­sives Ver­hältnis zu Lup­fer­toren. Manche von uns feiern sie ein­fach nur ab, andere nehmen sie auf VHS auf, geben der Kas­sette einen Namen, schminken sie und nehmen sie Weih­nachten mit nach Hause, um sie der Familie vor­zu­stellen. So geschehen bei Pierre-Eme­rick Aub­ameyangs 2:0 gegen Stutt­gart, als der Gab­uner einen Lob aus dem Fuß­ge­lenk zau­berte, der noch heute morgen für Herz­rasen und Schmet­ter­linge im Redak­teurs­bauch sorgte. Wobei natür­lich auch die sen­sa­tio­nelle Vor­ar­beit von…

Gon­zalo Castro
gewür­digt werden muss. Castro steckte einen langen Pass von Bender mit der Hacke durch die Gasse zu Aub­ameyang. Ein so wun­der­schöner Assist, dass Zlatan Ibra­hi­movic und Uwe Bein noch wäh­rend der Sport­schau mit­ein­ander tele­fo­nierten und beschlossen, gemeinsam ein Kind zu adop­tieren und es Gon­zalo zu nennen.

Mats Hum­mels
Aber auch unter Gewin­nern gibt es Ver­lierer. Wer das nicht glaubt, kann gerne mal bei unserem wöchent­li­chen Magic, the Gathering“-Mittwoch vor­bei­schauen (Kuchen mit­bringen, bitte), oder eben jenes Dort­mund­spiel vom Sonntag als Beweis nehmen, in dem Mats Hum­mels das erste mal seit 1764 nicht in der Dort­munder Startelf stand, son­dern mit der Bank vor­lieb nehmen musste. Gerüchten zufolge mussten die anderen Ersatz­spieler Hum­mels erst erklären, wie eine Ersatz­bank funk­tio­niert. Zunächst soll er sich auf die Sitz­fläche gestellt und seinen Neben­leuten laut­stark Kom­mandos erteilt haben.

Jürgen Kramny
Es gibt in Indien eine Kaste, deren tra­di­tio­nelle Arbeit es ist, die Plumps­klos der anderen Kasten zu leeren. Einer sta­tis­ti­schen Erhe­bung der 11FREUNDE-Recher­che­ab­tei­lung hat ergeben, dass dies der ein­zige Job welt­weit ist, der der­zeit noch beschis­sener ist, als Trainer der VfB Stutt­gart zu sein. Immerhin: Inte­rims­trainer Jürgen Kramny debü­tierte beim wohl zweit­besten Team des Landes, da kann man mal vier Stück bekommen. Und so schlecht war die Vor­stel­lung des VfB nun auch nicht. Aber wenn Kramny nicht schnells­tens die Löcher der wirk­lich arg löch­rigen VfB-Defen­sive stopft, wird auch er sich in abseh­barer Zeit einen neuen Job suchen können. Zum Bei­spiel…, ach, egal.

Georg Nie­der­meier
Es gibt so Tage, da sollte man ein­fach im Bett bleiben. Für Stutt­gart-Fans heißen solche Tage der­zeit Wochen­tage, für Abwehr­spieler Georg Nie­der­meier wäre der Sonntag ein sol­cher gewesen. Beim 1:4 in Dort­mund traf Nie­der­meier unglück­lich zum 1:3 ins eigene Netz, und das aus­ge­rechnet in jenem Spiel, in dem er nach län­gerer Zeit mal wieder von Beginn an randurfte. Mit Nie­der­meiers Eigentor hat der VfB nun nach nur 14 Spielen bereits vier Eigen­tore geschossen. Immerhin da sind sie spitze.