Es war kein Scherz, was Zlatan Ibra­hi­movic da am späten Mon­tag­abend get­wit­tert hatte. Nun ja, jeden­falls kein rich­tiger Scherz im Sinne von: War nicht so gemeint. Zlatan gibt allen Kin­dern von Schulen aus Malmö und Umge­bung frei, damit sie an der Zere­monie teil­nehmen können!“, schrieb der 38-Jäh­rige auf seinem schwe­disch­spra­chigen Zwit­scher-Account – und lud damit zur offi­zi­ellen Ent­hül­lung seines eigenen, 500 Kilo­gramm schweren bron­zenen Denk­mals vor dem Sta­dion von Malmö FF.

Dazu sollte man drei­erlei wissen. Ers­tens: Die fei­er­liche Zere­monie war für den Diens­tag­nach­mittag, Punkt 15 Uhr ange­setzt. Zwei­tens: Schwe­di­sche Kinder sind an einem Wochentag um 15 Uhr übli­cher­weise noch in der Schule und erle­digen dort unter Auf­sicht ihre Haus­auf­gaben. Drit­tens: Zla­tans Wort hat Gewicht bei den Kids in Zlatan-Land, min­des­tens so viel das Wort von Pippi Lang­strumpf, Karlsson vom Dach oder Greta Thun­berg.

Über­rum­pelte Schul­rätin

In jedem Fall, das zeigten auch die Anwe­sen­heits­zahlen bei der Denkmal-Ent­hül­lung, gilt Zla­tans Wort mehr als jenes der regio­nalen Schul­rätin Sara Wet­ter­gren. Die war aus allen Wolken gefallen, als ein Reporter der Mal­möer Zei­tung Syds­venskan“ sie mit Zla­tans Amts­an­ma­ßung kon­fron­tiert hatte: Was? Hahaha. Ich kann das weder demen­tieren, noch bestä­tigen“, erklärte Wet­ter­gren, offen­sicht­lich über­rum­pelt. Aber ich kann mir nicht vor­stellen, dass das stimmt. Er darf doch nicht eigen­mächtig schul­frei erteilen.“ Darf er auch nicht. Eigent­lich.

Ande­rer­seits – wenn einer kann, was eigent­lich nie­mand darf, dann Zlatan Ibra­hi­movic. Er kann sogar noch viel mehr: Einmal, als er noch Teen­ager war und für Malmö FF spielte, gab er sich im lokalen Rot­licht-Milieu als Zivil­po­li­zist aus und ver­haf­tete kur­zer­hand einen Freier“. Dum­mer­weise hatte sich der Shoo­ting­star des schwe­di­schen Fuß­balls einen Mit­ar­beiter des städ­ti­schen Ord­nungs­amtes her­aus­ge­griffen, der selbst im zivilen Ein­satz war. Aber – hat es Zlatan wirk­lich geschadet? Hat es nicht.

Sonst hätte der berühm­teste Sohn der Stadt nicht das bekommen, was er – nach eigener Mei­nung – schon viel eher ver­dient gehabt hätte: seine eigene, min­des­tens manns­hohe Zlatan-Ibra­hi­movic-Bronze-Statue, die ihn in typi­scher Ibra“-Pose zeigt. Irgendwie jubelnd, aber eigent­lich: tri­um­phie­rend, domi­nie­rend, alles beherr­schend. Min­des­tens.