Top-Trans­fers
Man­chester City hat end­lich mal wieder auf dem Trans­fer­markt zuge­schlagen! Weil es mit Wunsch­spieler Robin van Persie im ver­gan­genen Jahr nicht geklappt hat, soll wenigs­tens die nächste Meis­ter­schaft mit einigen Mil­lionen und neuen Spie­lern gesi­chert sein. Für 35 Mil­lionen wech­selte der bra­si­lia­ni­sche Mit­tel­feld­spieler Fer­nandinho, der zuletzt in Diensten des ukrai­ni­schen Meis­ters Schachtar Donezk stand, auf die Insel.

Etwas mehr Risiko gingen die Citi­zens“ mit dem 20-Mil­lionen-Transfer von Sevillas Jesus Navas ein. Denn der spa­ni­sche Natio­nal­spieler litt bisher unter chro­ni­schem Heimweh. Eine Angst­stö­rung, die bisher seine Leis­tung auf dem Platz dras­tisch hemmte. Dabei wurden selbst Aus­wärts­fahrten zur Tortur für den kleinen Flü­gel­flitzer. Viel­leicht genügt allein das neue Gehalt, damit Navas seine Fähig­keiten auch in der Pre­mier League unter Beweis stellen kann und keine Fah­nen­flucht begeht.

Top-Gerücht
José Mour­inho sitzt wieder auf dem Trai­ner­stuhl beim FC Chelsea und scheint die Bun­des­liga für sich ent­deckt zu haben. Am Mitt­woch ver­han­delte The Spe­cial One“ wäh­rend des Abschieds­spiels von Michael Bal­lack mit Lever­ku­sens Rudi Völler über eine mög­liche Ablö­se­summe von André Schürrle. 20 Mil­lionen Euro sollen dem­nach im Raum stehen, doch ein Ver­bleib von Kevin de Bruyne an der Stam­ford Bridge könnte jeg­liche Wech­sel­ge­danken nichtig machen. Wäh­rend­dessen muss der FC Schalke 04 sein Edel­juwel hüten. Wie der kicker“ her­aus­ge­funden hat, soll Julian Draxler in seinem neuen Ver­trag eine feste Ablö­se­summe von 45 Mil­lionen Euro ver­ein­bart haben und das weiß nun auch José Mour­inho. Wie schnell genau dieser Geld­koffer vor den eigenen Augen erscheint, können die Königs­blauen schließ­lich beim Pott­ri­valen aus Dort­mund erfragen.

Trainer-Trans­fers
So eben bei der TSG Hof­fen­heim ent­lassen, steht Marco Kurz schon wieder in Lohn und Brot. Seine neue Auf­gabe wartet in Ingol­stadt. Wir haben einen neuen Chef-Trainer!“, ver­mel­dete die Home­page des FC Ingol­stadt. Na klar, über­haupt einen Trainer vor­zu­weisen ist in der zweiten Liga ja schließ­lich kein Stan­dard (siehe Trainer-Gerücht). 

Eben­falls einen neuen Trainer hat der FC Bayern Mün­chen. Nein, nicht Pep Guar­diola, son­dern Erik ten Haag. Kennen Sie nicht? Er ist der neue Trainer der Münchner Ama­teure. Die frei­ge­wor­dene Stelle von Mehmet Scholl, der sich voll und ganz auf die Arbeit als ARD-Experte kon­zen­trieren will, hat der deut­sche Rekord­meister augen­schein­lich per­fekt aus­ge­füllt. Immerhin waren zuvor auch Stefan Effen­berg und Basels Ex-Trainer Heiko Vogel im Gespräch um den Posten. Ten Haag qua­li­fi­zierte sich kürz­lich in den Play­offs mit den Go Ahead Eagles Deventer für die nie­der­län­di­sche Ere­di­visie und wech­selt nun in die Regio­nal­liga. Die besten Vor­aus­set­zungen bringt er den­noch mit, zuletzt setzte der Nie­der­länder fast aus­schließ­lich auf Spieler unter 23 Jahren. Den Transfer hat Mat­thias Sammer ein­ge­fä­delt, der von der tak­ti­schen Pas­sion des neuen Coa­ches begeis­tert gewesen sein soll.

Trainer-(Ex-)Gerücht
Zu einem Kuriosum kam es in dieser Woche am Kölner Geiß­bock­heim. Auf dem Trai­nings­ge­lände des 1. FC Köln hatten sich nur neun Profis für die erste Trai­nings­ein­heit der Vor­be­rei­tung ver­sam­melt. Dieser Umstand war nicht anders erwartet worden, befinden sich doch noch zahl­reiche Spieler auf Län­der­spiel­reise oder im ver­dienten Urlaub. Vor allem fehlte ein Chef­trainer, den die Kölner erst zwei Stunden vor Ver­öf­fent­li­chung dieser Zeilen fanden. Wiens Peter Stöger war sich bereits mit den Köl­nern einig, allein die Aus­tria erteilte erst nach müh­samen Ver­hand­lungen die Frei­gabe. Über die Ablö­se­mo­da­li­täten des dies­jäh­rigen Meis­ter­trai­ners wurde Still­schweigen bewahrt. Die Anhänger der übrigen Zweit­li­gisten dürfen bereits einen neuen Gesang ein­stu­dieren, der Stöger dank seiner auf­fäl­ligen Phy­sio­gnomie nach­hängt: Fest der Pferde, Stöger ist dabei!“

Der Bil­der­buch-Transfer
Die sinn­bild­liche Räu­ber­leiter bot hin­gegen Han­nover 96 seinem Goal­getter Mohammed Abdel­laoue an, der zur neuen Saison beim VfB Stutt­gart spielt. Wir wissen, dass er zum VfB gehen will und wir wollen seinen Wunsch auch erfüllen“, zitierte die Stutt­garter Zei­tung 96-Prä­si­dent Martin Kind. So viel Ver­ständnis kann sich Robert Lewan­dowski der­zeit wohl nur wün­schen. Der VfB Stutt­gart könne mit dem Stürmer rechnen, so Kind weiter, auch wenn die bis­he­rige Ablö­se­summe von 3,5 Mil­lionen Euro ihm etwas zu gering erscheine. Ges­tern Abend ver­zich­tete Kind auf jeg­liche Poker­spiel­chen und ließ seinen Stürmer für genau diese Summe gehen.

Schnäpp­chen der Woche
Mit dem 1. FC Kai­sers­lau­tern ver­passte Alex­ander Baum­jo­hann den Bun­des­liga-Auf­stieg in der Rele­ga­tion. Die Roten Teufel“ wussten bereits, dass ihr Spiel­ma­cher nicht in der zweiten Liga zu halten wäre. Ablö­se­frei – genau für null Euro also – konnte Hertha BSC zuschlagen und Baum­jo­hann bis 2016 an den Haupt­stadt­klub binden. Zum Ein­stand gab es dann auch gleich das obli­ga­to­ri­sche Wechsel-Zitat: Ich will mit­helfen, dass wir, der Verein, die Fans und Mann­schaft in der kom­menden Saison unser Ziele errei­chen werden“.