High­light der Hin­runde
Der 4:1‑Sieg im Nie­der­sach­sen­derby am 13. Spieltag gegen Han­nover 96 war Balsam auf die geschun­denen Wolfs­burger Seelen. Erst recht, weil alle Welt den Wolfs­bur­gern Han­nover als erfolg­rei­ches Gegen­bei­spiel vor­hält. Nach dem Motto: Mehr aus weniger machen. In diesem Spiel sah man davon jedoch nichts. Sogar Trainer Felix Magath war nachher ein biss­chen eupho­risch: Die Mann­schaft wächst jetzt immer besser zusammen!“

Tops und Flops
Ein Licht­blick ist Hasan Sali­ha­midzic. Zunächst als Alt­star arg­wöh­nisch beäugt, spru­delt aus Brazzo“ wie eh und je die jugend­liche Energie. Ange­spro­chen auf Stefan Effen­bergs Zitat Der Brazzo schläft mit dem Finger in der Steck­dose“, bestä­tigt Sali­ha­midzic jüngst im 11FREUNDE-Inter­view: Es ist eben mein Natu­rell, so ener­gisch Fuß­ball zu spielen. Ich brenne noch für meinen Job!“ Jeden­falls bis zum 17. Spieltag. Im Spiel gegen Stutt­gart wurde er zur zweiten Halb­zeit ein­ge­wech­selt, 20 Minuten später holte ihn Trainer Magath wieder vom Platz. Es spricht für die Ver­fas­sung des VfL, dass auch auch der Licht­blick noch Schatten wirft.

Der per­so­ni­fi­zierte Nega­tiv­lauf des VfL Wolfs­burg heißt Patrick Helmes. Bei Trainer Felix Magath wurde er zur Per­sona non grata, bekam Geld­strafen auf­ge­brummt, musste Son­der­trai­nings­ein­heiten schieben und wurde schließ­lich sus­pen­diert und in die zweite Mann­schaft abge­schoben. Begrün­dung von Magath: Seine Stärken sind der Tor­ab­schluss und die Chan­cen­ver­wer­tung. Das sind nicht die Qua­li­täten, die wir im Moment in den Vor­der­grund stellen müssen.“ Klingt komisch? Ist aber so.

Ja, gut äh, ich sach mal: Medialer Höhe­punkt
Trai­ning unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit ist eher was für große Tur­nier­mann­schaften oder Cham­pions-League-Fiina­listen und nicht für graue Wolfs­mäuse der Bun­des­liga. Doch im Falle des Tête-à-tête zwi­schen Josue und Ja-Cheol Koo wäre es wohl besser gewesen, wenn nicht noch eine Kamera drauf gehalten hätte…

Das Zitat der Hin­runde
Scheiß Mil­lio­näre!“. 16 Spiel­tage haben die Fans trotz der uner­war­teten Erfolgs­lo­sig­keit unter Erfolgs­trainer Magath ruhig gehalten. Doch bei der 1:4‑Niederlage in Bremen platzte auch den treu­esten Anhän­gern der Kragen. Die Auto­städtler haben die Schnauze so richtig voll“ von ihrem fürst­lich ver­gü­teten 34-Mann-Kader. Gut, dass Felix Magath ange­kün­digt hat, in der Win­ter­pause ordent­lich zu rotieren…

Wenn dieser Verein ein Job wäre, wäre er…
Invest­ment­banker. Reich, aber tief gefallen.