Wenn in einem Spiel 39 Tore fallen, ganz ohne Elf­me­ter­schießen, dann ist das nicht normal. Wenn in einem Spiel 39 Tore fallen, die nicht wie bei einem han­dels­üb­li­chen Kreis­liga-Schlacht­fest zum über­wie­genden Teil für nur eine Mann­schaft zählen, dann ist das ganz und gar nicht normal. Wenn in einem Spiel 39 Tore fallen, und die meisten davon werden von beiden Teams beklatscht, dann muss Absicht dahinter ste­cken.

So wie am Sonntag in Macau, der chi­ne­si­schen Son­der­ver­wal­tungs­zone, beim Pokal­spiel zwi­schen Ka I und Hang Sai. Das endete mit 21:18 für die Heim­mann­schaft. Und war nichts weiter als offen zur Schau getra­gener Pro­test. Für ein höheres Gut, für die Natio­nal­mann­schaft aus Macau. 

Die steht auf Platz 183 der Fifa-Welt­rang­liste und hat sich noch nie für einen Asia Cup, geschweige denn für eine Welt­meis­ter­schaft qua­li­fi­ziert. Doch unlängst erwuchs so etwas wie Hoff­nung, in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­runde zur WM-Qua­li­fi­ka­tion siegte die Mann­schaft von Trainer Cho-Ieng Iong mit 1:0 gegen Sri Lanka. Die erste Qua­li­fi­ka­tion zu einer WM-Qua­li­fi­ka­tion seit 2002 schien in greif­barer Nähe. Und dann das: Absage des Rück­spiels durch den Ver­band. Der Grund: Ter­ror­ge­fahr.

Unklar, so wie die Anzei­ge­tafel

Die ist nicht ganz von der Hand zu weisen, die Span­nungen zwi­schen den reli­giösen und poli­ti­schen Lagern Sri Lankas for­dern immer wieder Todes­opfer, zuletzt kamen am Oster­sonntag und nach meh­reren Anschlägen mus­li­mi­scher Atten­täter mehr als 250 Men­schen ums Leben.

Die Natio­nal­spieler Macaus fühlten sich offenbar trotzdem um ihr Recht gebracht. 

Warum das Halli-Galli-Spiel mit 21:18 endete und die Heim­mann­schaft als Sieger vom Platz ging? Unklar. Ebenso wie die Uhr­zeit, die auf der Anzei­ge­tafel der Anlage abzu­lesen ist: 00:99 Uhr. Aber seht selbst:

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