Tagesticker: 8. Januar 2019

Luis Figo und die Schweine

Geht Arsène Wenger in die Wüste?
Der AsiaCup gibt gerade schon einen Vorgeschmack auf das, was da auf uns alle zukommt, im Winter 2022 (Alles Wissenswerte zum Turnier lest ihr hier >>>). Nicht, dass wir angesichts dubioser Vergabemethoden, Sklaven auf den Baustellen und überhaupt Menschenrechtsverletzungen im Akkord nicht ohnehin schon vor Wut kotzen müssen, wenn wir nur an die WM in Katar denken. Aber gut, es kann bekanntlich immer noch schlimmer kommen als gedacht, weshalb wir jetzt an dieser Stelle einfach nur vermelden: Katars Fußballverband bemüht sich um Arsène Wenger. Macht er nie, könnte man jetzt denken. Andererseits hat uns Monsieur schon so manches Mal überrascht. Oder hättet ihr gedacht, dass Bob Marley sein Lieblingsmusiker ist und er mit einer französischen Rapperin liiert ist?! Nein? Eben. Und wer noch mehr über den »Boss« erfahren will, liest hier >>>

WWWWWWWWWWWWWWWWWW
Nein, das ist nicht der Rechtschreibfehler auf 11freunde.de, das ist die Formkurve des FC Porto. Seit 18 Liga-Spielen sind sie nun siegreich - Rekord eingestellt. Im Vergleich dazu die aktuelle Formkurve des FC Schalke 04: WLDLDWLWDLWWLLLLL. In Dortmund nennt man das: Gedicht.

Umwelt-Foul?

»Ein Stadionbesucher konsumiert durchschnittlich einen halben Liter Bier, einen Bissen Bratwurst, das dazugehörige Brötchen und einen Schluck Limonade. Zusammen mit dem damit verbundenen Müll, verursacht das über alle rund 400.000 Stadiengänger hochgerechnet an einem Spieltag rund 120 Tonnen CO2. So viel wie zehn Bundesbürger durchschnittlich in einem ganzen Jahr verursachen.«

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Klimaschutzberatung »CO2OL« in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Und weiter: 

»48 Fußball-Felder! So viel Fläche bräuchte man, um die CO2-Emissionen eines einzigen Bundesliga-Spieltages wieder auszugleichen. Das wäre eine Fläche, so groß wie ein Viertel des viel beachteten Hambacher Forstes.«

Dazu, so beschreibt es der dazugehörige Artikel (hier nachzulesen >>>), tragen zwar vielen Einzelfaktoren bei, die Hauptbelastung enstehe allerdings durch die nach wie vor hauptsächlich mit dem Auto bewältigte Anreise der Fans. So schreibt der Autor Jonas Reese:

»Wenn beispielsweise ein Fan von RB Leipzig zu einem Auswärtsspiel fährt, muss er im Schnitt 835 Kilometer zurücklegen. Insgesamt wären das pro Saison 14.000 Kilometer. Fährt er das alles mit dem Auto, verursacht er knapp fünf Tonnen CO2. Das ist mehr als doppelt so viel, als der vom Weltklimarat empfohlene Jahresverbrauch.«

Die Auswärtsfahrer von Rasenball, sie sollten sich schämen. Alle zwölf.



Der mit den Schweinen schwimmt
Also doch! Hat es ihn also doch nachhaltig verändert, den guten Luis Figo (Warum er das Zeug zum Lieblingsspieler hatte, lest ihr hier >>>). Hat es ihn also doch nachhaltig verändert, dass sie damals, als er mit Real Madrid zurückkehrte ins Camp Nou des FC Barcelona, einen abgetrennten Schweinekopf zu seinen Füßen warfen. Er tat ja immer so ungerührt, dieses Bild von einem Mann. Aber man kann eben doch nicht hinein schauen, hinter die Pomade, in die zarte Seele eines Genies. Und dann irgendwie doch, wenn auch mit Jahren Abstand. Denn Luis Figo ist zum Glück sehr aktiv in den sozialen Netzwerken und teilte gestern diese Foto von sich und, nun ja, Schweinen. Offenbar schwamm man zusammen oder hing einfach so ab am Strand. Was man so macht. Mit Schweinen.



Aber Figo hat es nicht nur mit Schweinen, nein, der gute Portugiese scheint generell die Nähe von Tieren zu suchen. Schön. Oder wie es in seiner Heimat heißt: perturbadoramente.