Das Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel um die WM-Teil­nahme gegen die Schweiz hat Köpfe ins Rollen gebracht. Nach der ent­schei­denen Nie­der­lage der Türken vor eigenem Publikum in Istanbul (2:4) kam es zu Aus­schrei­tungen zwi­schen Spie­lern und Ver­ant­wort­li­chen beider Mann­schaften. Der tür­ki­sche Sport­mi­nister Mehmet Ali Sahin hatte Prä­si­dent und Trainer für die Vor­fälle ver­ant­wort­lich gemacht, Levent Bicakci hat dar­aufhin geschmissen und damit Prä­si­den­ten­wahlen ermög­licht.
Die Wahlen hat Haluk Ulusoy mit 109:102 Stimmen gegen Ayhan Bermek gewonnen, Natio­nal­trainer Fatih Terim wollte danach kein Trainer der Türken mehr sein und ist auch gegangen.
Bald könnte es also einen Neu­an­fang im tür­ki­schen Fuß­ball geben, dem mit seinem talen­tierten Nach­wuchs eine erfolg­reiche Zukunft bevor­stehen kann. Ulusoy aller­dings war schon von 1997 bis 2004 Prä­si­dent und musste wegen feh­lendem Hoch­schul­ab­schluss sein Amt nie­der­legen – die Regie­rung hatte ein ent­spre­chendes Gesetz erlassen. Die Ver­ord­nung kippte zwar später das Ver­fas­sungs­ge­richt, frag­lich ist aber, ob die Regie­rung ihre Mei­nung über Ulusoy mitt­ler­weile geän­dert hat.
Fatih Terim ist zumin­dest schon mal raus, er hatte mit seinen Äuße­rungen vor dem Rele­ga­ti­ons­spiel maß­geb­lich zur Eska­la­tion bei­getragen. Das Haupt­ver­fahren gegen den tür­ki­schen Ver­band und Ein­zel­ver­fahren gegen Spieler aus Schweiz und Türkei laufen zur­zeit vor der FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­sion. Danach ist Zeit für etwas Neues.