Rene Adler
Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß: Erst ver­schob sich der Anpfiff des Spiel For­tuna Düs­sel­dorf gegen den HSV um meh­rere Minuten, weil Ham­burger Fans mit Pyro­technik ihr eigenes Banner abge­fa­ckelt hatten, danach verlor der HSV 0:2, zwi­schen­zeit­lich zog sich Rafael van der Vaart eine Ver­let­zung zu, wegen der er bis Ende des Jahres aus­fallen wird. Nach dem Spiel ging es schnell ins Hotel, doch da war nicht an Schlaf zu denken. Unbe­kannte lösten Feu­er­alarm aus, so dass um 4 Uhr nachts das kom­plette Hotel eva­ku­iert werden musste. Rene Adler nahm all das recht locker. Und ließ sich sogar mit selt­samen Fan-Zwitter-Wesen foto­gra­fieren. Früher hätte es Panik gegeben. Heute Fotos, Face­book und Twitter“, schrieb HSV-Pres­se­spre­cher Jörn Wolf. Via Twitter.

Javi Mar­tinez
Kein Satz kommt ohne die Erwäh­nung seiner Ablö­se­summe aus. Natür­lich auch bei uns nicht: Javi Mar­tinez, dieser Spa­nier, wech­selte im Sommer für 40 Mil­lionen Euro! Dafür kann er ja nichts, wie­der­holten die Bayern-Bosse immer wieder. Aber er muss doch etwas mehr können als andere, sagten die Kri­tiker. Ver­gan­gene Woche sagte Karl-Heinz Rum­me­nigge daher: Wir werden den hun­dert­pro­zen­tigen Mar­tinez erst in der Rück­runde sehen.“ Nun haben wir immerhin den fall­rück­zie­henden Mar­tinez gesehen. Ein Tor, bei dem sich andere schon beim Hin­gu­cken Kreuz­band­risse zuge­zogen haben.

Mario Gomez
Der FC Bayern führt sou­verän die Bun­des­li­ga­ta­belle an. Ein wirk­li­ches Meis­ter­schafts­rennen gibt es nicht. Immerhin gibt es nun intern ein beson­deres Duell: Super Mario II gegen Super Mario III. Der erste, also Gomez, schoss bei seinem Come­back am Samstag nach 26 Sekunden ein Tor. Der zweite, Mandzukic, ist seit einem Spiel ohne Treffer. Die Sache scheint klar. Auch wenn Super Mario I, also Basler, vor einigen Wochen noch sagte: Mandzukic ist besser als Gomez!“

Stefan Rei­singer
Ein Anspiel, ein Dribb­ling, ein Tor. Der Düs­sel­dorfer spielte am Frei­tag­abend die Papp­ka­me­raden des HSV aus und zim­merte den Ball danach unter die Latte. Hieße Rei­singer Ronaldo oder Messi, wäre sein Tor das Tor des Jahres und hätte min­des­tens zwei Super­la­tive vorweg stehen. Es hätte bei You­tube über 5 Mil­lionen Klicks und es wäre der Renner bei Face­book, Twitter und all diesen anderen Social-Media-Zeugs. So wird es in Erin­ne­rung bleiben als das Tor von dem Düs­sel­dorfer, der so ähn­lich heißt wie ein ehe­ma­liger nie­der­län­di­scher Natio­nal­spieler. Auch gut.

Eljero Elia
Eljero Elia war in der Ver­gan­gen­heit die Defi­ni­tion von Diven­haf­tig­keit. Bei Werder Bremen scheint der Mann seine Launen in den Griff zu bekommen haben. Im Spiel gegen Wolfs­burg folgte auf ein aus­ge­spro­chen herr­li­ches Dribb­ling ein aus­ge­spro­chen herr­li­cher Außen­ris­t­pass auf Marko Arn­au­tovic, der mit links zum 1:0 ein­schoss. Der Öster­rei­cher nickte und zeigte extrem auf seinen Vor­la­gen­geber, als hätten die beiden gerade einen schiefen Deal über die Bühne gebracht. Beide wirkten in dem Moment ein wenig wie die Typen aus Filmen mit Titeln bei denen das Wort Boys Boyz“ oder Gangs Gangz“ geschrieben wird. Divas in Crime. Bzw: Divaz in Crime.

Jürgen Klopp
Mit­unter machte man sich schon Sorgen um Jürgen Klopp, beschränkte sich der Über­trainer am Wochen­ende doch einzig und allein darauf Mainz-Trainer Thomas Tuchel und dessen Trai­ner­stab anzu­brüllen. Dabei gab es eigent­lich aus­rei­chend Anlass auch die vierte Offi­zi­elle Bibiana Stein­haus knall­hart anzu­gehen: Rasen schlecht, früher Rück­stand, das Wetter, schlechter Kaffee, zu kleine Schuhe und dann noch diese Fouls gegen einige BVB-Spieler. Klopp blieb jedoch zahm wie ein Wei­den­kätz­chen und wurde sogar abseits der Kameras beim freund­li­chen Plausch mit Stein­haus gesehen. Geht doch, Kloppo.

Stefan Aigner
Sagen wir, wie es ist: Stefan Aigner ist eine coole Sau! Dabei begann das Spit­zen­spiel gegen Schalke 04 für den Frank­furt-Angreifer wie ein Tritt in die Magen­grube. Die 1:0‑Führung des Geg­ners berei­tete Aigner näm­lich quasi selbst vor. Doch anstatt sich in der Folge gries­grämig über den Platz zu schieben, kon­terte Aigner nur wenige Sekunden später, indem er eine Brech­bohne“ (Peter Neururer) von S04-Ver­tei­diger Joel Matip zum 1:1 ver­wer­tete.

Daniel Car­vajal
Daniel wer? Carvas? Genau! Heim­lich, still und leise hat sich Daniel Car­vajal zu einer festen Säule in der Mann­schaft von Bayer Lever­kusen ent­wi­ckelt. Der Außen­ver­tei­diger, den Bayer vor der Saison aus der zweiten Mann­schaft von Real Madrid gefischt hat, ackert beständig seine Außen­bahn ab, gegen Hof­fen­heim machte er nun auch seinen ersten Bun­des­liga-Treffer. Das Ergebnis: Auch Leute, die sich nicht haupt­be­ruf­lich mit Bayer Lever­kusen aus­ein­ander setzen, kennen nun Daniel Car­vajal. Glück­wunsch!

Sascha Möl­ders
Sascha Möl­ders sieht aus wie Rie­sen­baby gefangen im Körper eines Pro­fi­cat­chers. Aber der Schlacks aus Essen ent­wi­ckelt sich immer mehr zur Geheim­waffe des Tabel­len­letzten FC Augs­burg. Seine beein­dru­ckende Bilanz: In bisher drei Ein­sätzen machte Möl­ders stolze drei Tore. Das ist umso bemer­kens­werter, wenn man sieht, dass Augs­burg in dieser Saison erst neun Tore erzielt hat. Ach, wäre Möl­ders doch nur schon zu Sai­son­be­ginn in der Startelf gewesen. Das Thema Cham­pions League wäre in Augs­burg wohl nicht mehr klein zu halten.

Gerald Asa­moah
Es gibt wohl kaum einen Spieler in der Bun­des­liga, der so viel Der­by­er­fah­rung hat wie Gerald Asa­moah. Mit dem FC Schalke trieb er im Allein­gang einst das Ruhr­pott­duell gegen Borussia Dort­mund auf Sie­de­tem­pe­ratur, beim FC St. Pauli sorgte er für einen his­to­ri­schen Sieg gegen ein Mann­schaft aus Stel­lingen und auch im Fran­ken­derby gegen Nürn­berg warf der Für­ther alles in die Waag­schale, was er noch hat. Kämpfen, spu­cken, beißen! Das ist Derby“, sagte er im Anschluss eines Spiels, in dem eigent­lich alle Betei­ligten aus­schließ­lich kämpften, spuckten und bissen. Gut, ein biss­chen Fuß­ball wäre schön gewesen, aber man kann ja nicht alles haben.

Jan Rosen­thal
Noch vor einigen Jahren galt Jan Rosen­thal als ver­hei­ßungs­volles Ver­spre­chen für eine große Zukunft auf Deutsch­lands Spiel­ma­cher­po­si­tion. Dann kam lange nichts. Sehr lange sogar. Auch bei seinem neuen Klub SC Frei­burg kämpfte der große Blonde erst gegen den eigenen Ruf als schlam­piges Genie, dann gegen ein paar Ver­let­zungen und nun dürfte er langsam anfangen, den Hype im sich selbst ein wenig zu bremsen. Rosen­thal ist ein Gesicht des Frei­burger Auf­schwungs, traf in den letzten beiden Spielen zwei Mal und spielt nun bei einer Bun­des­liga-Top­mann­schaft. Ja, wir meinen den SC Frei­burg.