Seite 3: Positive Kraft der Schienbeinschoner

19.
Socrates, der bra­si­lia­ni­sche Stürmer, ach­tete stets darauf, als letzter Spieler das Feld zu betreten.

20.
John Terry, eng­li­scher Ver­tei­diger, glaubt an die posi­tive Kraft seiner Schien­bein­schoner. Als die Schützer einmal ver­loren gingen, machte sich Terry auf die Suche und gab später zu, dass er einmal fast das Camp Nou in Bar­ce­lona umge­pflügt habe, um sein ver­misstes Paar glücks­brin­gender Schien­bein­schoner“ wieder zu finden. Terry: Am Ende hatte ich etwa 50 Stück.“

21.
Harte Männer: Hart­nä­ckig hält sich das Gerücht, Horst Hru­besch habe sich seine Kopf­ball­stärke mit Medi­zin­bällen im Trai­ning erar­beitet. Und Toni Schu­ma­cher trai­nierte sich die Angst vor allzu harten Schüssen in die Fami­li­en­pla­nung ab, in dem er sich im Trai­ning absicht­lich zwi­schen die Beine schießen ließ.

22.
Wie manch andere hoch­be­zahlte Kicker rauchte auch der bul­lige Däne Preben Elkjær Larsen wie ein Schlot, däni­sche Jour­na­listen schätzten seinen Konsum auf eine Packung täg­lich. Zu Elkjær-Lar­sens nahezu unver­zicht­baren Ritualen gehörte die Ziga­rette in der Halb­zeit. Die nächste geneh­migte er sich nach Abpfiff in seinem Cabrio, das er rasant durch die Gassen Veronas lenkte. Einmal nahm er seinen Mann­schafts­ka­me­raden Hans-Peter Briegel mit, der bie­dere Pfälzer ächzte hin­terher: Ich bin froh, dass ich mit dem Leben davon gekommen bin!“

23.
Der argen­ti­ni­sche Keeper Sergio Goy­coechea hatte es sich zur Ange­wohn­heit gemacht, vor Straf­stößen des Geg­ners auf den Platz zu uri­nieren. Eine Methode, mit der offenbar nicht nur Fing­erwarzen bekämpft werden, son­dern auch geg­ne­ri­sche Stürmer ver­un­si­chert werden können. Die Methode hatte näm­lich durchaus Erfolg, bis zum Finale 1990 in Rom.

24.
Jörg Berger wech­selte 1998 bei seinem ersten Spiel als Coach der Frank­furter Ein­tracht die Trai­ner­bank. Die Bank seiner unglück­se­ligen Vor­gänger Horst Ehr­mann­traut und Rein­hold Fanz war Berger suspekt. Außerdem dachte sich Berger: Auf dieser Seite hatte ich auch mit Schalke oder Köln meist Erfolg.“

25.
Gar nicht so ein­fach, aber­gläu­bisch zu werden. Auch in seinem vierten Amts­jahr ist Falko Götz, Trainer bei Hertha BSC, näm­lich immer noch auf der Suche nach ein klein biss­chen irra­tio­nalem Gedan­kengut: Es wäre schön, wenn ich ein Ritual hätte, dann könnte ich mir die Zeit, wenn die Mann­schaft beim Auf­wärmen ist, damit ver­treiben und mich gleich­zeitig beru­higen.“