Stefan Kieß­ling
Prin­zi­piell kennen wir Lever­ku­sens Stefan Kieß­ling nur als wan­delndes Kli­schee des per­fekten Schwie­ger­sohnes oder Vor­sit­zenden der Martin-Max-Stif­tung für benach­tei­ligte Top­stürmer. Am Wochen­ende nun lernten wir einen anderen Stefan Kieß­ling kennen, als Bayers Kapitän zunächst Joshua Kim­mich und anschlie­ßend noch Xabi Alonso von den Beinen säbelte. Da nimmt er Ver­let­zungen in Kauf“, moserte im Anschluss Sky“-„Experte“ Lothar Mat­thäus, das ist abso­luter Schwach­sinn“, ent­geg­nete Kieß­ling. Wahr­schein­lich wäh­rend er sich die Reste von Xabi Alonsos Schien­bein­kno­chen aus den Haaren bürs­tete.

Gor­dana Mar­kovic-Mar­sala / Jürgen Kramny
Von wegen Taktik, von wegen Mann­schafts­füh­rung oder Moti­va­tion, das ist alles Koko­lores. Wie die Bild“ weiß, liegt Stutt­garts der­zei­tiger Erfolg vor allem an einer Person: Gor­dana Mar­kovic-Mar­sala. Was klingt wie der neue serbo-indi­sche Top­stürmer aus den Untiefen des Robin-Dutt-schen Notiz­blocks, ist in Wirk­lich­keit die VfB-Zeug­wartin. In dieser Funk­tion ret­tete Mar­kovic-Mar­sala Jürgen Kramnys Glücks­hose trotz hart­nä­ckiger Fle­cken vor dem Müll­eimer, wes­halb Kramny gegen Ein­tracht Frank­furt seinen fünften Sieg in Folge feiern konnte. Juhu. Aber natür­lich droht bereits Unge­mach: Der Bus­fahrer, der Chef­koch, der Typ, der die Müll­eimer im Trai­nings­zen­trum leert und die Kar­ten­ab­reißer fühlen sich um ihren Anteil am Erfolg betrogen. Außerdem soll RB Leipzig bereits heftig um Gor­dana Mar­kovic-Mar­sala buhlen. Wir bleiben natür­lich dran.

Chris­tian Din­gert
Wir sind bei dir Chris­tian Din­gert, schließ­lich kennen wir das Gefühl, bei einem Spiel der TSG ein­greifen zu wollen. Wir beschränken uns dann eher darauf, den Fern­seher anzu­brüllen oder ein­fach abzu­schalten und bei einer Folge Bun­des­liga Clas­sics“ in unsere Waldhof-Mann­heim-Bett­wä­sche zu weinen. Schiri Din­gert hin­gegen stand bei einer for­mi­da­blen Kon­ter­si­tua­tion der Hof­fen­heimer schlicht im Weg, der abge­fälschte Ball fand seinen Weg zurück in die Reihen der Darm­städter, die dar­aufhin das 2:0 erzielten. Tja, dumm gelaufen. Bzw. gestanden.

Aytac Sulu / Slo­bodan Raj­kovic
Aytac Sulu und Slo­bodan Raj­kovic, das ist ein Innen­ver­teidger-Duo, vor dem sich selbst die Nasty Boys zit­ternd unterm Bett ver­steckt hätten. Übli­cher­weise liegt der Auf­ga­ben­be­reich der beiden eher im Gegner über die Bande hassen, sämt­liche Farben des Farb­spek­trums als Hämatom auf einem geg­ne­ri­schen Kör­per­teil abbilden oder schlichtweg gene­rellem Wehtun. Im Spiel gegen Hof­fen­heim wurden die beiden nun aber mit ihren Toren zu Match­win­nern. Zunächst schä­delte Sulu den Ball zum 1:0 über die Linie, anschlie­ßend prü­gelte Raj­kovic die Murmel zum 2:0‑Endstand ins Netz. Genug Zeit zum Häma­tome-Ver­teilen blieb neben all den Jubel­szenen natür­lich auch noch. Wir legen uns fest: Wenn der SV Darm­stadt 98 zur neuen Saison auch noch Emir Spahic ver­pflichtet, werden sie ein Fall für den Euro­päi­schen Gerichtshof für Men­schen­rechte.