Seite 2: Das lustige Trainer-Wechsel-dich-Spiel

Jeder Bun­des­li­ga­boss, der was auf sich hält, sagt heut­zu­tage, dass der Trainer sein wich­tigster Mit­ar­beiter ist. Aber beim lus­tigen Trainer-wechsel-dich-Spiel in den letzten Wochen hat sich das in Zahlen noch nicht nie­der­ge­schlagen. Fünf Mil­lionen Euro für Rose, 7,5 Mil­lionen für Hütter, und selbst die 25 Mil­lionen für Nagels­mann sind Beträge von der Res­ter­ampe eines Mil­li­ar­den­spiels. Denn gute Trainer können für Ver­eine unglaub­liche Werte schaffen, in dem sie Teams helfen, ihre sport­li­chen und damit wirt­schaft­li­chen Ziele zu errei­chen. Aber auch, in dem sie Spieler indi­vi­duell wei­ter­ent­wi­ckeln. Nagels­mann hat da in den letzten Jahren eine Spur aus Gold­staub hin­ter­lassen.

Bezahlt ohne einen Mucks

Wie wenig das in den Köpfen der Ent­scheider wirk­lich ange­kommen ist, zeigte sich diese Woche. Als der Wechsel des Trai­ners von Leipzig nach Mün­chen ver­kündet wurde, erklärte RB-Boss Oliver Mint­z­laff, dass sie nur unter zwei Vor­aus­set­zungen die Tür für Ver­hand­lungen geöffnet hatten: Eine massiv hohe Ablö­se­summe und eine schnelle Eini­gung. Mit diesen zwei Erkennt­nissen sind wir in die Gespräche gegangen. Wir hätten gehofft, dass der FC Bayern unsere Wün­sche nicht erfüllt.“ Die Bayern hin­gegen zahlten ohne einen Mucks zu machen, ver­mut­lich konnten sie ihr Glück kaum fassen. Der Wechsel von Nagels­mann hat für sie in etwa die Bedeu­tung wie es wäre, einen adäquaten Nach­folger für Robert Lewan­dowski zu finden. Und den für 25 Mil­lionen Euro zu finden, dürfte nicht einmal Hasan Sali­ha­midzic gelingen.

Gewinner in der neuen Welt des Trai­ner­kaufs (alle Schalker bitte weg­hören!) ist jedoch Chris­tian Heidel. Nun wieder in Mainz über­wies er für Bo Svensson 1,5 Mil­lionen Euro an den FC Lie­fe­ring. Svensson ist gerade auf dem Weg ist den größten Tur­naround der Bun­des­li­ga­ge­schichte zu schaffen, und das ist unbe­zahlbar.