4−4−2, 4−2−3−1, 3−5−2? Das sind nicht nur Zahlen, die durch­ein­an­der­ge­wir­belt werden, denn das System hat einen direkten Effekt auf mein Spiel. In der ver­gan­genen Saison haben wir bei­spiels­weise oft im 4−1−4−1 gespielt, weil dieses System per­fekt zu unseren Spie­ler­typen passt. Auch meine Qua­li­täten kamen dadurch gut zur Gel­tung. Ich spiele am liebsten als einer von zwei Ach­tern. So kann ich, gerade wenn wir über die Außen kommen, mit Tempo in die Spitze vor­stoßen und mich in viel­ver­spre­chende Abschluss­si­tua­tionen bringen. In den ver­gan­genen Jahren habe ich einen ganz guten Rie­cher ent­wi­ckelt, wo die Bälle landen könnten, wodurch ich viel tor­ge­fähr­li­cher geworden bin. Die 14 Tore letztes Jahr waren kein Zufall. Wenn wir dagegen mit einer Fün­fer­kette spielen, habe ich keinen reinen Sechser mehr an der Seite, der hinter mir absi­chert und das Zen­trum hält. Ich muss ver­stärkt ein Auge auf die Defen­sive richten und habe nicht so viele Frei­heiten für meine Vor­stöße.

Kom­mu­ni­ka­tion

Als Kapitän ver­suche ich, viel zu spre­chen und Kom­mandos zu geben. Spiele ich den Stürmer flach an, rufe ich Hin­ter­mann“ oder Zeit“, damit er weiß, wie die Situa­tion in seinem Rücken ist. Genauso wichtig sind für mich im Spiel Kom­mandos von hinten, aus der Innen­ver­tei­di­gung. Die Jungs dort haben den ganzen Platz vor sich, sie sehen also mehr als ich. Gleich­zeitig muss man aller­dings bedenken: In den Sta­dien ist es ver­dammt laut. Da kann ich zwar ver­su­chen, meinem Stürmer ein Kom­mando zu geben, aber wenn er 40 Meter von mir ent­fernt steht, wird ihm das nicht helfen. Ich erwarte, dass sich diese Situa­tionen in der Bun­des­liga häufen werden, weil die Sta­dion noch voller und größer sind als in der zweiten Liga.