Zähne zeigt wer´s Maul auf­macht“ war auf einem Spruch­band der Mainzer beim Aus­wärts­spiel in Han­nover zu lesen. Und in Mainz wird offen­sicht­lich viel Wert auf Zahn­pflege gelegt. Der Q‑Block“, Sprach­rohr der aktiven Fan­szene, ver­öf­fent­lichte im Anschluss an das Spiel ein deut­li­ches State­ment gegen Sexismus und Ras­sismus.

Mainz in Han­nover: Mehr davon! #H96M05 pic​.twitter​.com/​9​d​Y​j​P​mG26i

— Zita (@zitazen) 15. Januar 2018

Auf wei­teren Spruch­bän­dern hieß es: Gegen reak­tio­näre Rol­len­bilder! In der Kurve! Im Verein! Und überall! – Soli­da­risch voran gegen Sexismus!“ Anlass war ein Inter­view der BILD“ mit Eva-Maria Feder­henn, die für den Vor­stands­vor­sitz des Ver­eins kan­di­dierte. Bereits in der zweiten Frage des Inter­views wurde gefragt, was Feder­henn denn als Frau von Fuß­ball ver­stehe. Der Q‑Block warf dar­aufhin die Frage auf: Was ver­stehen Sie als BILD-Jour­na­list von ganz grund­le­genden ethi­schen Stan­dards?“

Nach dem Spiel gegen Han­nover machten die Mainzer Profis Leon Balogun und Anthony Ujah dann öffent­lich, wäh­rend dem Auf­wärmen mit Affen­lauten ras­sis­tisch belei­digt worden“ zu sein. 

#NoToR­a­cism pic​.twitter​.com/​1​V​S​W​c​qbeFs

— Leon Balogun (@LeonBalogun) 14. Januar 2018

Der Q‑Block ging ins­be­son­dere darauf ein, dass im Netz danach viel dar­über dis­ku­tiert wurde, ob sich Balogun nicht ver­hört haben könnte. Es sei nun mal viel bequemer, über die Emp­find­lich­keit und die fal­sche Wahr­neh­mung einer Min­der­heit zu dis­ku­tieren, als dar­über, dass eine Gesell­schaft (am Ende viel­leicht sogar man selbst?) dis­kri­mi­nie­rende Denk- und Ver­hal­tens­muster auf­zeigt“.