Seit 1963 hat es 47 Deut­sche Meister gegeben und jeder Titel hat sein eigenes Erfolgs­ge­heimnis. Mal wurde die Meis­ter­schaft durch teure Trans­fers vor der Saison erkauft, mal über­raschte sich der Titel­träger selbst und konnte es kaum fassen, nach dem 34. Spieltag tat­säch­lich auf Rang eins zu stehen (Kai­sers­lau­tern 97/98, Stutt­gart 06/07).

So ein­zig­artig jede Meis­ter­schaft auch ist – es gibt trotzdem Par­al­lelen und Über­schnei­dungen bei den Klubs, die am Ende der Saison ganz oben standen. In der neuen Aus­gabe von 11FREUNDE bieten wir ambi­tio­nierten Klubs eine kleine Hil­fe­stel­lung und prä­sen­tieren elf tod­si­chere Wege zum Titel. Exklusiv auf 11freunde​.de zeigen wir euch zum Erscheinen der neuen Aus­gabe die sicheren Wege 12, 13 und 14. Borussia Dort­mund, auf­ge­passt!

Hole einen Trainer um die 50!

Eine gute Nach­richt für Borussia Dort­mund, eine schlechte für Lever­kusen und Bayern: Jupp Heynckes ist zu alt, um Meister zu werden. Der älteste Meis­ter­trainer der Bun­des­liga war mit gera­dezu jugend­li­chen 61 Jahren Willi Mult­haup, der 1965 Werder Bremen zum Titel führte. Jupp Heynckes hin­gegen wird am letzten Spieltag der aktu­ellen Spiel­zeit 66 Jahre alt sein – und wäre damit nach den Erkennt­nissen aus 48 Jahren Bun­des­liga zu alt für die Schale. Dort­munds Jürgen Klopp ist mit seinen 43 Jahren deut­lich näher am Meis­ter­trainer-Durch­schnitts­alter von 49,5 Jahren. Der Junior unter den erfolg­rei­chen Übungs­lei­tern war Mat­thias Sammer, der den BVB 2002 mit 34 Jahren zum Cham­pion machte. Ein gutes Omen.

Jupp



Das erste Spiel darf schief gehen – danach musst du siegen!

Einen Fehl­start in Maßen darf man sich als kom­mender Meister leisten, das erste Spiel darf auch mal kom­plett in die Hose gehen. So demons­triert von Borussia Mön­chen­glad­bach 69/70, dem 1. FC Köln 77/78 und dem VfB Stutt­gart 92/93 und 06/07. Die drei erst­ge­nannte waren nach Sai­son­start-Klat­schen auf Abstiegs­plätzen, Stutt­gart 2006 sogar mit Aachen geteilter Letzter. Allei­niges Schluss­licht war im Laufe einer Saison aller­dings noch kein Meister. Wer dann doch noch Kurs in Rich­tung Schale nehmen will, muss am zweiten Spieltag siegen. Bei Schalke, Stutt­gart und Wolfs­burg war in dieser Saison schon am zweiten Spieltag abzu­sehen, dass es mit dem Titel nichts wird. Halten wir fest: Wer keinen Punkt in den ersten beiden Spielen holt, ist noch nie Meister geworden.

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Baue ein großes Sta­dion!

Traum­start hin, Traum­start her – es konnte ein­fach nichts werden mit Mainz‘ erstem Titel in dieser Saison. Das Sta­dion am Bruchweg ist mit 20.300 Plätzen schlichtweg zu klein. Der Meister mit dem nied­rigsten Zuschau­er­schnitt ist Borussia Mön­chen­glad­bach 1970/71 mit 21.706 Zuschauern pro Spiel. Das sind immer noch über 1.300 mehr, als Mainz über­haupt hätte schaffen können. Offenbar ist die Unter­stüt­zung der Zuschauer ein wich­tiger Faktor: 34 der 47 Bun­des­liga-Meister standen am Ende der Saison unter den ersten Drei der Zuschau­er­ta­belle. Nur zwei Klubs schafften den Titel, obwohl sie nicht in der ersten Hälfte der Zuschau­er­ta­belle waren: Werder Bremen (92÷93) und Wolfs­burg (08÷09) waren in dieser Wer­tung nur 14.