Seite 2: Neuer, Bentaleb, Skhiri

André Silva
Bei der Wahl zum Jugend­wort des Jahres 2018 stand auch Auf dein Nacken!“ zur Wahl. Zwar konnte sich die Umschrei­bung für die Über­nahme von Kosten nicht gegen den Ehren­mann“ und die Ehren­frau“ durch­setzen, gut mög­lich aber, dass der Lan­gen­scheidt-Verlag nach dem Spiel von Union Berlin gegen Ein­tracht Frank­furt in dieser Hin­sicht noch einmal nach­jus­tiert. Schließ­lich spen­dierte André Silva seiner Mann­schaft nicht nur den Anschluss­treffer, son­dern erzielte auch den 2:2‑Ausgleich – mit dem Nacken, ver­steht sich.

Manuel Neuer
Schlimmer Ver­dacht: Hat Manuel Neuer viel­leicht mehr als zwei Arme? Denn für all die Dinge, die er damit macht, können zwei eigent­lich nicht aus­rei­chen. Er hält damit Bälle und kroa­ti­sche Kum­pels, Nutella-Gläser und Cola-Fla­schen, er benutzt sie zum Rekla­mieren und seit dem Spiel gegen den VfB Stutt­gart wissen wir: Er gehört auch noch zu den Typen, die zwar erst Händ­chen halten, einem aber dann bei der nächsten sich bie­tenden Gele­gen­heit in den Rücken fallen. Bezie­hungs­weise: Im Rücken fallen und damit die erneute Stutt­garter Füh­rung zunichte machen.

Mark Uth
Hof­fent­lich haben Thomas Bert­hold und seine Quer­denker das Tor von Benito Raman zum zwi­schen­zeit­li­chen 1:1 in Mön­chen­glad­bach nicht gesehen. Denn der Chip, mit dem Uth seinen Sturm­kol­legen hinter die Kette schickte, war so per­fekt, den könnte selbst Bill Gates nicht pro­du­zieren. Was dar­über hinaus stutzig macht: Augen­zeu­gen­be­richten zufolge trug Uth bei seinem Zau­ber­pass das Trikot des FC Schalke 04. Da sollte man eigent­lich schon hin­ter­fragen dürfen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Womit wir wieder bei den Quer­den­kern wären…

Nabil Ben­taleb
Nabil Ben­taleb gilt gemeinhin als schwie­riger Profi, wurde in seinen nun­mehr vier Jahren auf Schalke bereits fünfmal sus­pen­diert. Was Steffen Freund, der Ben­taleb aus gemein­samen Zeiten bei Tot­tenham kennt, dazu ver­an­lasste, Ben­talebs Dis­zi­plin-Pro­bleme im Dop­pel­pass mit dessen fran­zö­sisch-alge­ri­scher Her­kunft in Ver­bin­dung zu bringen. Der Aus­sor­tierte selbst ant­wor­tete auf einen ent­spre­chenden Video-Aus­schnitt von Freunds Vor­trag bei Twitter: When it’s said with so much finesse … Klasse Steffen“ – und lie­ferte damit den besten Konter des Wochen­endes.

Max Kruse
Der Neu-Ber­liner gilt als direkter Typ. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, 75.000 Euro Bar­geld mit ins Taxi, die Dinge in die Hand – und die Bälle direkt. So wie am Samstag im Spiel gegen Ein­tracht Frank­furt, als er nicht lang fackelte, son­dern eine Vor­lage von Chris­to­pher Trimmel unver­mit­telt in den Winkel jagte – auf direktem Wege eben.

Ellyes Skhiri
Die letzten drei Tore des 1. FC Köln hat alle­samt Ellyes Skhiri erzielt, gegen den BVB traf er gleich dop­pelt. Damit fir­miert er nun ganz offi­ziell als Kölner Hoff­nungs­träger. Gut mög­lich aber, dass ihm der Titel dem­nächst wieder aberkannt wird. Schließ­lich war sein zweites Tor am Samstag ein ein­deu­tiges Pla­giat des ersten Tref­fers. Shkiri dazu: Wer ich bin und was ich kann, ist nicht abhängig von diesem Titel. Was mich als Mensch aus­macht, liegt nicht in diesen Toren begründet.“

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