Seite 2: „Wir erfüllten einen Lebenstraum“

Gibt es neben dem Liga­be­trieb noch wei­tere Aktionen?
Ver­gan­genes Jahr ermög­lichten wir einem Jungen, der mitt­ler­weile leider ver­storben ist, einen Aus­flug nach London. Wir besuchten zusammen ein Spiel des FC Arsenal und trafen uns nachher sogar noch mit Per Mer­te­sa­cker. Damit erfüllten wir ihm seinen Lebens­traum. Mit einem anderen Jungen waren wir kürz­lich am Mill­erntor. Anfang des Jahres bekamen wir in Berlin den Gol­denen Stern des Sports“, das war auch ein High­light. Davon haben die Kinder natür­lich richtig was mit­ge­nommen.

Noch ist Ihr Pro­jekt deutsch­land­weit ein­zig­artig. Wie sehen Ihre Zukunfts­pläne aus?
Unser Plan ist es, irgend­wann einmal eine Bun­des­liga nur für behin­derte Fuß­baller zu haben, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Für dieses Jahr haben wir uns vor­ge­nommen, die Liga auf etwa fünf Städte aus­zu­weiten. Wir müssen schauen, wo es Bal­lungs­räume und viele Behin­der­ten­werk­stätten gibt. Das Ganze wird von der Orga­ni­sa­tion Round Table“ unter­stützt, die bun­des­weit soziale Pro­jekte betreut.

Haben Sie noch wei­tere Partner, die Sie unter­stützen?
Jedes Team hat einen Paten aus der ersten Mann­schaft von Jahn Regens­burg, der ab und zu zum Trai­ning kommt, sich mit den Kin­dern unter­hält und dabei eine Grenze zwi­schen ihnen und den Profis auf­hebt. Wenn die Spieler unseren Teams Zuspruch geben und Mut machen, ist das ein­fach toll. Mit Tobias Schwein­s­teiger zum Bei­spiel haben wir uns wäh­rend seiner Zeit als Kapitän bei Regens­burg ange­freundet und er ist sogar unser Bot­schafter geworden. Der ist mensch­lich eine Gra­nate, der macht das richtig gut. Aber den Kin­dern geht es gar nicht so sehr darum, ob ein Spieler in der ersten, zweiten oder dritten Liga spielt. Die holen sich ja sogar Auto­gramme von Spie­lern aus der Kreis­klasse! Die suchen sich zum Bei­spiel einen Abwehr­spieler raus, der sich total rein­haut, und erklären ihn zu ihrem per­sön­li­chen Vor­bild, weil er mit Leib und Seele bei der Sache ist.

Wie wirkt sich das auf den Cha­rakter und die Ent­wick­lung der Kinder aus?
Es ist für uns etwas ganz Beson­deres, zu sehen, wie gut sich die Kinder ent­wi­ckeln und wie glück­lich sie das Fuß­ball­spielen macht. Wie man immer so schön sagt, ist die Strahl­kraft vom Fuß­ball unglaub­lich. Es ist ein Medium, mit dem man wahn­sinnig toll arbeiten kann.
Uns geht es darum, den Kin­dern Selbst­be­wusst­sein zu geben, den Team­ge­danken zu stärken und die wahren Werte des Fuß­balls zu ver­mit­teln. Sie sollen Spaß haben und Freund­schaften knüpfen, aber sie lernen auch, zu kämpfen und zu ver­lieren. Mitt­ler­weile können die Kinder in unserer Liga schon viel besser mit Nie­der­lagen umgehen.

Wei­tere Infos über das Pro­jekt gibt es auf www​.team​-bana​nen​flanke​.de/home