Die Liebe geht bis­weilen selt­same Wege, gerade im Fuß­ball. Manch ein Kicker mit vor­bild­li­cher Arbeits­ein­stel­lung und Zau­berfuß wird als­bald wieder vom Hof gejagt, andere Spieler mit krummen Beinen und Sil­ber­blick werden hin­gegen heiß und innig geliebt. Sei es Dirk Leh­mann, der bei Fulham zum Publi­kums­lieb­ling avan­cierte, weil er einem Por­no­star ein­fach zu ähn­lich sah. Sei es Leo Manzi, der hüftsteife Knud­del­bra­si­lianer beim FC St. Pauli.

Sei es Uwe Fuchs, der ledig­lich ein halbes Jahr von For­tuna Köln zum FC Midd­les­brough aus­ge­liehen wurde, dort aber einen derart nach­hal­tigen Ein­druck hin­ter­ließ, dass Maximo-Park-Sänger Paul Smith noch heute von seinen Fri­suren schwärmt. Oder sei es Karlo Werner, für den die Anhänger der Düs­sel­dorfer For­tuna unge­achtet seiner über­schau­baren fuß­bal­le­ri­schen Fähig­keiten den Fußballgott“-Chant erfanden und dessen Ruhm gar dazu führte, dass die DKP („Düs­sel­dorfer Karlo-Partei“) zwei Sitze im ört­li­chen Stu­den­ten­par­la­ment ergat­terte.

All diese Spieler wurden und werden ver­ehrt, bis heute. Ist das nicht schön? Wir werfen einen Blick auf die selt­samsten Fan­lieb­linge.


Neben den Fan­lieb­lingen u.a. im neuen Heft:

- Shko­dran Mus­tafi über das Gefühl, Welt­meister zu sein
- Der FC Ingol­stadt: Ein wei­terer Plas­tik­klub?
- Come­back eines Klas­si­kers: Das Old Firm ist zurück
- Ajax-Legende Frank de Boer über die Utopie eines Königs­klasse-Tri­umphs