Til Schweiger
Hat eigent­lich jemals jemand einen unpas­sen­deren Nach­namen getragen als Til Schweiger? Wahr­schein­lich nicht. Nachdem Schweiger in den letzten Monaten zu jedem ein­zelnen Thema Stel­lung bezogen hat, das die Welt her­gibt, fühlte sich Deutsch­lands erfolg­reichster Schau­spieler in seiner bisher besten Rolle als lau­fendes Kom­men­tar­spalten-Aus­ru­fe­zei­chen am Sonntag berufen, die Abseits­regel zu hin­ter­fragen. Der Fuß­ball, so Schweiger, würde ohne die Läs­tige Regel viel span­nender sein. Finden wir natür­lich auch. Viel­leicht könnte man ja auch Chris­tian Alvart im Mit­tel­feld Regie führen lassen und ab und an irgendwas in die Luft jagen. Hat den Tatort ja auch viel besser gemacht. Wäre aller­dings blöd, wenn die Spiele dann nur noch !:! aus­gehen würden.

Huub Ste­vens
Nur ein Punkt aus den ersten beiden Rück­run­den­par­tien, die nächste blut­leere Vor­stel­lung: Hof­fen­heim steckt der­zeit so tief unten drin, dass man die Tri­kots der TSG dem­nächst bei Dil­do­king kaufen kann. Immerhin steht mit Huub Ste­vens ein abstiegs­kampf­erprobter Kno­chen an der Sei­ten­linie, der bereits bewiesen hat, dass er eine tau­melnde Mann­schaft zurück in die Spur fol­tern kann. Das zuge­hö­rige Sado-Maso-Equip­ment gibt es übri­gens auch bei Dil­do­king.

Marwin Hitz
Keeper des Spiel­tags war am Samstag Aus­g­burgs Marwin Hitz, der gegen Frank­furt derart viele Sen­sa­tions-Reflexe aus­packte, dass die Reflex­häm­mer­chen in den Arzt­praxen der Umge­bung gerührt Beet­ho­vens Ode an die Freude“ klöp­pelten. Gegen Alex Meier, Stefan Aigner und Szabolsz Huszti hielt Hitz mit Reak­tionen, mit denen man nor­ma­ler­weise Spi­derman-Filme bebil­dern könnte. Einzig…

Andreas Wolff
war an diesem Wochen­ende ein noch stär­kerer Keeper, wes­wegen wir an dieser Stelle einen kleinen Exkurs in die Welt des Hand­balls machen wollen, um der deut­schen Natio­nalelf (Zitat: Franz-Josef Wagner) zum EM-Titel zu gra­tu­lieren. Wir sehen uns nachher an der Max-Schme­ling-Halle, wir sind die mit der Deutsch­land-Schminke auf den Män­ner­brüsten.

Leroy Sané
Meine Güte, was ist dieser Leroy Sané für ein fan­tas­ti­scher Fuß­baller. Mit seinem Tempo, seiner Beweg­lich­keit und seiner Ele­ganz ist es manchmal fast schade, dass der FC Schalke nicht über eine Eis­kunst­lauf-Sparte ver­fügt, denn man könnte sich Sané gut auf Kufen vor­stellen, wie er nach einem acht­fa­chen Ritt­berger mit dem Rücken zum Tor landet und mit einer schnellen Dre­hung den Puck im Korb ver­senkt. Oder so. Wir haben leider keine Ahnung von Eis­kunst­lauf. Immerhin aber von Fuß­ball, und in diesem Sinne sagen wir: Danke, Leroy Sané, für eine wei­tere wun­der­volle Vor­stel­lung gegen Darm­stadt, inklu­sive eines Tores und einer Vor­lage.