Am 23. Juni 1972 wurde in Mar­seille Ziné­dine Zidane geboren. 2006 been­dete er seine Fuß­ball­kar­riere und hatte Spuren auf dem Fuß­ball­platz und in den Köpfen der Men­schen hin­ter­lassen, von denen noch in 100 Jahren gespro­chen und geschrieben werden wird. Und was geschah dazwi­schen?

Zidane ver­zau­berte eine ganze Welt mit seiner Art und Weise, Fuß­ball zu inter­pre­tieren. Auf dem Platz schien er eher Kla­vier zu spielen, so genau und ele­gant strei­chelte er den Ball und fin­tierte seine Gegen­spieler nach Belieben. Dabei umgaben ihn und sein Spiel stets eine Aura des Beson­deren. So war es auch im Cham­pions-League-Finale 2002 in Glasgow. Es stand 1:1 und Lever­kusen schlug sich wacker. Dann kam einer dieser Momente, bei dessen Nach­ah­mung sich jeder Nor­mal­sterb­liche alles im Knie rup­tiert hätte. Nicht aber Zidane. Eine Flanke kam an den Sech­zehner gese­gelt, er nahm den Ball volley mit Links, seinem wohl­ge­merkt schwä­cheren“ Fuß, und sem­melte ihn in den linken Winkel des Lever­ku­sener Tors. So schön und doch so schmerz­voll zugleich.