Seite 2: Niederländische Polizei sieht die Schuld bei den Berlinern

Wäh­rend der 1. FC Union, der mit eigenen Mit­ar­bei­tern vor Ort war, sowie viele Fans von unan­ge­mes­sener Gewalt und einem sehr harten Poli­zei­ein­satz“ spre­chen, sieht die Polizei die Schuld bei den Ber­liner Anhän­gern. Eine kleine Gruppe deut­scher Rowdys“ habe die Bereit­schafts­po­lizei ange­griffen. Eine Poli­zei­spre­cherin bekräf­tigte: Meine Kol­legen haben mehr­fach gewarnt, aber wenn diese War­nungen nicht befolgt werden, gibt es eine Reak­tion.“

Die Polizei ging mit Schlag­stö­cken und Hunden vor. Drei Ber­liner Fans sowie ein Poli­zist mussten mit Biss­wunden behan­delt werden. Ein wei­terer Beamter sowie sein Pferd ver­letzten sich, als dieses auf­grund eines Feu­er­werks­kör­pers erschrak. Die Eiserne Hilfe“, eine Fan-Soli­dar­ge­mein­schaft, pos­tete auf Twitter meh­rere Bilder von ver­letzten Fans und bat alle anwe­senden Ber­liner, ein Gedächt­nis­pro­to­koll anzu­fer­tigen.

Polizei demen­tiert Spu­ck­at­ta­cken

Es gab beim Fan­marsch gezielte Angriffe auf Köpfe der Betei­ligten, am Ein­lass den Ein­satz von Schlag­stö­cken und Hunden, meh­rere Per­sonen wurden gebissen, haben Platz­wunden oder sind im Kran­ken­haus“, sagte der Vor­sit­zende Andreas Lat­te­mann dem SID. Min­des­tens fünf Fans mussten offenbar im Kran­ken­haus behan­delt werden. Die Eiserne Hilfe“ schrieb auf Twitter, dass sich viele Fans wie Tiere behan­delt fühlen“. Dem­nach sollen einige Anhänger von der Polizei bespuckt worden sein. Wir haben sicher nie­manden bespuckt“, ent­geg­nete eine Poli­zei­spre­cherin.

Der 1. FC Union for­derte noch am Don­nerstag eine genaue Aus­wer­tung der Gescheh­nisse. Für viele Fans steht eine Sache jedoch bereits fest: Nach Rot­terdam werden sie zum Fuß­ball sicher nicht noch einmal fahren.

Dieser Text stammt von Tages​spiegel​.de und erscheint an dieser Stelle im Rahmen einer Koope­ra­tion.