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Gertjan Ver­beek vs. Chris­tian Streich

Der kau­zige Nie­der­länder Ver­beek fiel wäh­rend seiner Zeit in Nürn­berg und Bochum durch so manche frag­wür­dige Äuße­rung bei Pres­se­kon­fe­renzen auf. Nach einer Nie­der­lage seiner Nürn­berger gegen den SC Frei­burg im Jahr 2014 wei­gerte er sich aller­dings vor die Mikro­fone zu treten. Der Grund: Frei­burgs Trainer Chris­tian Streich habe sich ihm gegen­über wäh­rend des Spiels wie ein Ver­rückter ver­halten, sei brutal und respektlos gewesen. Streich wies die Vor­würfe zurück und erklärte sei­ner­seits, Ver­beek habe ihm den Vogel gezeigt und er selbst über­haupt nicht reagiert. Freunde wurden die beiden jeden­falls nicht mehr.

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Roger Schmidt vs. Julian Nagels­mann

Am 8. Spieltag der Saison 2016/2017 unterlag Lever­kusen gegen Hof­fen­heim zu Hause mit 0:3. Damals noch als junges Trai­ner­ta­lent an der Sei­ten­linie: Julian Nagels­mann. Dessen For­de­rung nach einer gelben Karte beim Stand von 0:2 brachte Lever­ku­sens ohnehin ange­spannten Trainer Roger Schmidt end­gültig auf die Palme. Was bist du denn für ein Spinner?“, erkun­digte er sich sach­lich bei seinem Kraich­gauer Kol­legen, Halt doch ein­fach mal die Schnauze!“. Die Strafe fiel mit einer Sperre und Geld­strafe beson­ders hart aus, da Schmidt auf­grund eines frü­heren Ver­ge­hens noch auf Bewäh­rung war. Gegen Borussia Dort­mund hatte er sich trotz eines Ver­weises gewei­gert, den Inne­raum zu ver­lassen.

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Roger Schmidt vs. Diego Simeone

Hier zu sehen: ein heiß­blü­tiger, auf­brau­sender, manchmal über die Stränge schla­gender Trainer – und daneben Diego Simeone. Wer vor Atle­ticos berüch­tigtem Trainer nicht zurück­schreckt, der muss schon ein wasch­echter Bad-Boy sein. Erst lie­ferte sich der dama­lige Lever­ku­sener Schmidt ein Wort­ge­fecht mit einem spa­ni­schen Betreuer, dann war Simeone dran. Richtig intim wurde es leider nicht, nach ein paar Worten und hef­tiger Fuch­telei schritt der vierte Offi­zi­elle ein.

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Huub Ste­vens vs. René Girard

In Frank­reich bereits durch meh­rere Sperren bekannt, durfte Mont­pel­liers Trainer René Girard sein Reper­toire an Net­tig­keiten auch in der Cham­pions League unter Beweis stellen. Beim Grup­pen­spiel gegen Schalke packte er gegen Huub Ste­vens, nach 90 Minuten laut­starker Aus­ein­an­der­set­zungen, den klas­si­schen Mit­tel­finger aus. Leider ohne Wir­kung: Ste­vens ver­passte die Geste und erlebte sie erst nach­träg­lich im Fern­sehen. Als er die Aktion auf der anschlie­ßenden Pres­se­kon­fe­renz bewerten sollte, kannte Schalkes Coach nicht einmal den Namen des Fran­zosen.

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Jürgen Klopp vs. Frank Lam­pard

Jürgen Klopps Auf­tau­chen in dieser Liste dürfte nie­manden ver­wun­dern. Dass er jedoch nicht der Übel­täter ist, hin­gegen schon. Seit seinem Wechsel in die Pre­mier League tobt er zwar auch die eng­li­schen Sei­ten­li­nien ent­lang, im Gefecht mit Frank Lam­pard zeigte er sich aber unge­wohnt besonnen. Der dama­lige Chelsea-Trainer war nach angeb­lich arro­ganten Pro­vo­ka­tionen der geg­ne­ri­schen Bank gar nicht mehr zu beru­higen. Zum Ende seiner Schimpf­ti­rade legte er Kloppo und seinen Liver­poo­lern mit einem Fuck Off!“ höf­lich nahe, sich zu setzen.

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Alex Fer­guson vs. Arsène Wenger

Die viel­leicht legen­därste Trainer-Riva­lität, die der Fuß­ball je gesehen hat. Über Jahre lie­ferten sich die beiden auf Pres­se­kon­fe­renzen und an der Sei­ten­linie so viele Schar­mützel, dass sogar eine Doku­men­ta­tion über die beiden Streit­hähne gedreht wurde. Der Höhe­punkt Wen­gers Schaf­fens war eine 49 Spiele andau­ernde Serie ohne Nie­der­lage. Dieser setzte Sir Alex ein Ende, Arsenal verlor im Oktober 2004 bei Man­U­nited. Im Tunnel kam es dar­aufhin zu hef­tigen Rau­fe­reien zwi­schen Spie­lern, dem Staff und auch den Trai­nern. Kurios: Mitten im Gemenge traf Fer­guson sogar ein Stück Pizza. Lange mun­kelte man, wer der Übel­täter gewesen sei, bis Jahre später ein gewisser Cesc Fàb­regas seinen Teig­waren-Angriff gestand.

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José Mour­inho vs. Arsène Wenger

Heute prä­sen­tiert sich Wenger als Gen­tleman, doch auf dem Platz war er offenbar kein Kind von Trau­rig­keit. Ebenso wenig wie bekannt­lich José Mour­inho, der hier nicht zum letzten Mal vor­kommt. Wäh­rend der Fran­zose fili­granen Offen­siv­fuß­ball zele­brierte, parkt der Por­tu­giese noch heute gerne den Bus vor dem eigenen Tor. Kein Wunder also, dass die beiden des Öfteren anein­an­der­ge­rieten. Bei einem Auf­ein­an­der­treffen 2014 wurde es dann sogar hand­greif­lich. Arse­nals Coach platzte nach einem hef­tigen Foul­spiel der Kragen und es kam zu einer kurzen Schub­serei zwi­schen den beiden Trai­nern. Wenger bereute sein Ver­halten im Nach­hinein und erklärte, seine Aver­sion richte sich weniger gegen die Person Mour­inhos als viel­mehr gegen Chel­seas Klub­füh­rung und deren Finan­zie­rung.

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Antonio Conte vs. José Mour­inho

Wo es Zoff an der Sei­ten­linie gibt, ist Mour­inho nicht weit. Auch wenn es gegen seinen frü­heren Arbeit­geber, den FC Chelsea, geht. Für diesen stand in der Saison 2016/2017 noch Antonio Conte in der Coa­ching-Zone. Bei Chel­seas Sieg über United im Hin­spiel fühlte sich Mour­inho durch Contes Jubel ange­griffen und teilte ihm das noch auf dem Platz mit: So feiert man nicht ein Tor zum 4:0“, belehrte er den Ita­liener. Auf Pres­se­kon­fe­renzen tauschten die beiden regel­mäßig Net­tig­keiten aus, Gift­pfeile in Form von Clown-Ver­glei­chen, seniler Demenz oder Bestechungs­vor­würfen flogen in beide Rich­tungen.

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Thomas Tuchel vs. Antonio Conte

Was auch immer sie den Mana­gern an der Stam­ford Bridge in den Pau­sentee mischen, es scheint nicht gerade beru­hi­gend zu wirken. Denn wieder geht es um den FC Chelsea, wieder ist es ein Streit zwi­schen einem ehe­ma­ligen und dem aktu­ellen Chef­trainer. In einer wilden Partie zwi­schen Tuchels Chelsea und Contes Tot­tenham am letzten Wochen­ende über­trafen sich die beiden Trainer mit pro­vo­kanten Jubel­gesten. Den­noch folgte nach Schluss­pfiff ein obli­ga­to­ri­sches Shake-Hands am Spiel­feld­rand. Eigent­lich eine schöne Geste, hätte Conte nicht den Blick­kon­takt ver­wei­gert. In Tuchels Augen ein Affront, er riss am Arm des Ita­lie­ners, wor­aufhin sich beide inmitten einer Traube von Spie­lern und Betreuern anbrüllten und eigent­lich erst durch die dop­pelte Rote Karte trennen ließen.

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