Nach vier­jäh­riger Absti­nenz kehrt der SC Frei­burg in die Bun­des­liga zurück. Der Tabel­len­führer der 2. Liga machte den Auf­stieg durch einen 5:2 (2:2)-Erfolg bei der TuS Koblenz bereits am 31. Spieltag per­fekt, pro­fi­tierte dabei aber auch vom 1:1 (0:0) im 253. Fran­ken­derby zwi­schen den Ver­fol­gern SpVgg Greu­ther Fürth und 1. FC Nürn­berg sowie der 0:2 (0:1)-Niederlage des FSV Mainz 05 beim FC St. Pauli.



Wir haben unser Ziel erreicht und gezeigt, dass wir eine gute Mann­schaft sind. Wir sind ver­dient auf­ge­stiegen. Alle haben hart für diesen Erfolg gear­beitet“, sagte Frei­burgs Mit­tel­feld­spieler Ivica Banovic, wäh­rend die rund 2.000 mit­ge­reiste Fans aus­ge­lassen fei­erten. Nach Spie­lende wurden die Sta­di­on­tore geöffnet, die Gäste-Anhänger strömten auf den Platz und zele­brierten den Erfolg ihrer Mann­schaft. Die SC-Spieler streiften T‑Shirts mit der Auf­schrift Wir sind dann mal oben“ über.

Hinter den Frei­bur­gern, die sich auch die Meis­ter­schaft in der 2. Liga sicherten, geht es im Auf­stiegs­kampf nach dem Remis im Fran­ken­derby und der Pleite der Mainzer hin­gegen weiter eng zu. Zumal sich der 1. FC Kai­sers­lau­tern unter Inte­rims­trainer Alois Schwartz durch einen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augs­burg zurück­mel­dete. Womög­lich ent­schei­dend an Boden verlor hin­gegen Ale­mannia Aachen, das sich dem VfL Osna­brück mit 1:2 (0:1) geschlagen geben musste.

Wehen steht as Absteiger fest

Im Tabel­len­keller hatte sich der SV Wehen Wies­baden bereits am Freitag nach zwei­jäh­riger Zweit­li­ga­zu­ge­hö­rig­keit vor­zeitig in die 3. Liga ver­ab­schiedet. Da der VFL Osna­brück gleich­zeitig die Aachener besiegte, haben die Hessen keine Chance mehr, wenigs­tens den Rele­ga­ti­ons­platz zu errei­chen. Da half auch nicht, dass durch ein 1:0 (1:0)-Erfolg bei Rot-Weiß Ober­hausen der erste Aus­wärts­sieg der lau­fenden Saison gelang. Prä­si­dium, Geschäfts­füh­rung und Trai­ner­team bedankten sich in der Stunde der schwersten Nie­der­lage und dem Abstieg in die 3. Liga“ in einem offenen Brief bei den Fans. Die ver­blei­benden drei Spiele der lau­fenden Zweit­liga-Saison sind eine Cha­rak­ter­frage, ins­be­son­dere für die Spieler. Wir wollen keine Punkte abschenken und wollen uns nicht dem Vor­wurf aus­setzen, den sport­li­chen Wett­be­werb zu ver­zerren“, hieß es in dem Schreiben.

Die Osna­brü­cker zeigten sich nach dem Sieg gegen Aachen der­weil kämp­fe­risch. Hut ab, die Mann­schaft ist zum rich­tigen Zeit­punkt ganz eng zusam­men­ge­rückt“, lobte Trainer Claus-Dieter Wol­litz, dessen Team in der Tabelle den Rele­ga­ti­ons­platz an die Koblenzer abgab und nun sogar einen Punkt Vor­sprung auf die TuS hat. Beim FC Ingol­stadt dürften hin­gegen langsam die Lichter aus­gehen. Auch unter Trainer Horst Köppel blieb der FCI zum 14. Mal in Folge ohne Sieg und hat nach einer 0:2 (0:0)-Niederlage im Abstiegs­duell gegen Rot-Weiß Ahlen bereits sieben Punkte Rück­stand auf den 16. Platz.

Wäh­rend Ahlen nun fast sicher für ein wei­teres Jahr in der 2. Liga planen kann, befinden sich auch 1860 Mün­chen und Hansa Ros­tock, die sich am Freitag 3:3 (1:2) trennten, und der FSV Frank­furt weiter im Abstiegs­kampf. Der Auf­steiger aus Hessen kam vor hei­mi­schem Publikum zu einem 0:0 gegen den MSV Duis­burg und raubte der Mann­schaft von Trainer Peter Neururer damit die viel­leicht letzten Hoff­nungen auf einen Sprung ins Ober­haus.