Die Bun­des­liga kehrt zurück in das Mainzer Bruch­weg­sta­dion. An einem Samstag um 15:30 Uhr trifft Mainz auf Frei­burg. Nur sind es nicht die Profis, die am 14. April gegen­ein­ander antreten, son­dern die Fans. Die Profis spielen erst zwei Tage später, am Mon­tag­abend in der Arena.

Eine neue Pro­test­form gegen die Mon­tags­spiele. Sams­tags halb vier – Fuß­ball, Brat­wurst und Bier“, lautet das Motto des Spiels, das von Fans aus beiden Städten gemeinsam orga­ni­siert wird. Dazu auf­ge­rufen haben sechs Fan­gruppen und Fan­ver­bände, jeweils drei aus beiden Städten. Betei­ligt sind auch die Ultras aus dem Mainzer Q‑Block“ und die Cor­rillo Ultras“ aus Frei­burg.

In dem gemein­samen Aufruf heißt es: Der Fuß­ball gehört uns allen! Wir wollen live im Sta­dion dabei sein, wenn unsere Mann­schaft spielt. Der neue Spiel­termin am Mon­tag­abend erschwert das und geht an den Bedürf­nissen vieler Fans vorbei.“ Des­halb wolle man eine Alter­na­tive bieten und ein Zei­chen setzen. Für einen Fuß­ball, wie er sein sollte: Live, authen­tisch, stim­mungs­voll, nahbar und vor allem: Samstag um 15:30 Uhr!“ Für das Spiel am Mon­tag­abend kün­digten sie an, den Pro­test im Sta­dion fort­zu­setzen.

Mit Tra­di­tion in die Zukunft“

Der Begriff Heimat“ ist gerade ziem­lich ange­sagt. Zuletzt wurde er sogar einem Bun­des­mi­nis­te­rium zuge­ordnet. In Düs­sel­dorf gibt es keinen eigenen Minister, den­noch haben meh­rere Fan­gruppen die Aktion Hei­mat­pflege“ aus­ge­rufen.

Für sie ist Heimat das Paul-Janes-Sta­dion, die ehe­ma­lige Spiel­stätte der Profis von For­tuna Düs­sel­dorf. Hier spielen aller­dings noch immer das Regio­nal­liga-Team und die Jugend­mann­schaften. Direkt nebenan ent­steht das neue und moderne Nach­wuchs­leis­tungs­zen­trum der For­tuna. Da wirkt das Sta­dion in den Augen der Fans doch ziem­lich her­un­ter­ge­kommen. Des­halb wollen sie das Sta­dion auf­po­lieren: Tri­bünen und Ersatz­bänke rei­nigen oder die Gäste-Toi­letten anstrei­chen. Ehren­amt­lich. Der erste Arbeits­ein­satz findet am 20. und 21. April statt.