Manuel Neuer
Zurück nach Ver­let­zungs­pause. Erlebte einen weit­ge­hend beschäf­ti­gungs­freien Abend. Seine Ruhe wurde in der ersten Halb­zeit nur kurz von einem See­wald-Schüs­s­chen gestört. Musste im zweiten Durch­gang dann völlig über­ra­schend doch noch ein Gegentor schlu­cken und ließ sich wie wir, wenn der Bar­keeper viel zu früh die letzte Runde ein­läutet, viel zu ein­fach den Abend ver­ha­geln.

Ben­jamin Pavard
Ver­gleichbar mit dem Typen, der an einem wilden Party­a­bend den Fahrer für seine betrun­kenen Freunde macht: irgendwie wichtig, aber sehr unauf­fällig und zurück­hal­tend. Erle­digte seine Defen­siv­auf­gaben zuver­lässig. Für seine Offensiv-Vor­stöße dagegen erhält er von uns die wohl­wol­lende Bewer­tung: nicht der Rede wert.

Niklas Süle
Star­tete spek­ta­kulär in die Partie, indem er Capaldo nach hand­ge­stoppten 90 Sekunden bei­nahe die Salz­burger Füh­rung auf­legte. Stei­gerte sich dar­aufhin deut­lich und scheint in seinen letzten Bayern-Monaten nochmal auf­zu­blühen. Hat ges­tern aus nächster Nähe mit­er­lebt, wie es ist, in Mün­chen ver­mö­belt zu werden. Wird er sich dran gewöhnen müssen.

Lucas Her­nandez
Im Hin­spiel gegen das Tempo von Adeyemi und Co. noch ähn­lich über­for­dert wie wir heute in Mathe. Grund­kurs. 7. Klasse. Ges­tern aller­dings der Gegen­schlag: Ließ die Stürmer schul­mäßig alt aus­sehen. Ver­tei­digte kon­se­quent und kom­pro­misslos. Spielte zudem feine Dia­go­nal­pässe. Die wurden selbst von Co-Kom­men­tator Bene­dikt Höwedes mit der Bewer­tung nicht schlecht“ ver­sehen. Und der muss es schließ­lich wissen.

Joshua Kim­mich
Ziem­lich seriöser Auf­tritt. Ver­teilte die Bälle im Mit­tel­feld gewohnt sicher und schnör­kellos. Meckerte per­ma­nent über Schieds­rich­ter­ent­schei­dungen. Also alles wie immer.

Jamal Musiala
Ihn im defen­siven Mit­tel­feld zu sehen ist wie Tayfun Kor­kuts im Hertha-Trai­ning eng­lisch spre­chen zu hören: zunächst mal eigen­artig. Erle­digte den Job aller­dings ohne Fehl und Tadel. Dazu wie üblich mit viel Offen­siv­drang. Ein paar Schnitt­stellen-Pässe hier, ein paar Dre­hungen da. Kann man sich schon angu­cken den Mann. Pardon: den Bur­schen.

Leroy Sané
Nach zuletzt etwas schwan­kenden Leis­tungen ges­tern wie wir bei der internen 11FREUNDE-Betriebs­feier, wenn der DJ All the single Ladies“ spielt: drehte auf. Kre­ierte Tor­szenen und Abschlüsse und belohnte sich schließ­lich mit dem Treffer zum 7:1.