1. FC Nürn­berg
So lief die Vor­be­rei­tung:
Nach vier Jahren infolge im tür­ki­schen Belek hatten die Nürn­berger genug vom ewigen Winter und reisten fürs Trai­nings­lager erst­mals ins spa­ni­sche La Cala de Mijas. Die Costa del Sol ist zur­zeit the place to be“ für Bun­des­li­ga­klubs. Kein Wunder, bei 18 Grad Cel­sius. Nach den inten­siven Trai­nings­spielen sind die Nürn­berger bes­tens gerüstet für die Rück­runde – in der bel­gi­schen Jupiler Pro League. Sie spielten näm­lich sämt­liche Test­spiele gegen bel­gi­sche Ver­eine. Zwei Siege, eine Nie­der­lage. Beson­ders leicht gewannen sie gegen Spor­ting Lokeren (2:0). Die Partie gegen RAEC Mons endete mit einem 3:1‑Erfolg.
Kleiner Schock: Tomas Pek­hart und Keeper Raphael Schäfer krachten im Test­spiel gegen den FC Brügge (3:4) zusammen, wobei der Tscheche eine starke Prel­lung erlitt. Die gute Nach­richt: Er wird es über­leben. High­light für die 100 mit­ge­reisten Nürn­berger Anhänger war die Ein­la­dung zu einem Grill­abend mit den Profis. Bou­lette mit Timo Geb­hart und Co.: das Höchste der Gefühle!

Der ist neu:
Das neue Trai­ner­ge­spann mit Michael Wie­singer und Armin Reu­tershahn absol­vierte seine ersten Spiele mit der neuen Mann­schaft und übte gemeinsam mit Sport­vor­stand Martin Bader gleich das Har­mo­ni­sieren“ bei Pres­se­kon­fe­renzen. Aus dem Nach­wuchs durften gleich drei Talente mit nach Spa­nien reisen: Niklas Stark, Sebas­tian Gärtner und Pascal Itter. U19-Nach­wuchs Stark soll nun so schnell wie mög­lich einen Profi-Ver­trag erhalten. Sein Ver­trag läuft Ende Saison näm­lich aus. Der 17-Jäh­rige glänzte in der Partie gegen Spor­ting Lokeren.

So läuft die Rück­runde:
Das beschei­dene Ziel von Neu-Coach Wie­singer lautet: schnell den Klas­sen­er­halt sichern. Rea­lis­tisch. Aber warum so bescheiden? Wir sagen: die Fünft­letzten werden die Fünf­tersten sein.

For­tuna Düs­sel­dorf
So lief die Vor­be­rei­tung:
Sommer, Sonne, Son­nen­schein tankten auch die Rot-Weißen im spa­ni­schen Mar­bella an der Costa del Sol. Thema des Trai­nings­la­gers: Schweiß. Gemäß Coach Nor­bert Meier ver­lief alles nach Plan. Nicht ganz so geplant war die Heim­reise von Andrij Vor­onin, der wegen eines offenen Nasen­bein­bruchs für eine OP in die Heimat reisen musste. (Leser mit emp­find­li­chen Magen jetzt nicht wei­ter­lesen!) Ein unab­sicht­li­cher Tritt von Team­kol­lege Adam Bodzek traf den Ukrainer so hart im Gesicht, dass der Kno­chen durch die klaf­fende Platz­wunde nach außen trat. Ronny Gar­bu­schewski hatte mehr Glück und musste nur“ wegen einer Mus­kel­ver­let­zung nach Hause. Das Test­spiel gegen Mainz 05 endete mit einer 0:3‑Niederlage für die For­tuna, dafür war der 4:1‑Sieg gegen den bel­gi­schen Erst­li­gisten RAEC Mons umso schöner. Nicht gerade ein Win­ter­mär­chen war der letzte Platz im Win­tercup im eigenen Sta­dion, der mit einer Nie­der­lage gegen Lüt­tich endete (2:2, 4:5 i.E.). Tor­wart Fabian Giefer war – wie schon in der gesamten Vor­runde – wieder der große Punkte-Retter. Das Ziel wurde der Vor­be­rei­tung wurde jedoch erreicht: Schweiß.

Der ist neu:
Der nor­we­gi­sche Neu­zu­gang Mathis Bolly fei­erte sein Debüt im Test­spiel gegen Mainz. Der Nor­weger schoss sein erstes Tor bereits im zweiten Test­spiel gegen RAEC Mons. Bolly wird auch das Renn­pferd“ genannt. Gemäß Bild“ und angeb­lich eigenen Angaben von Bolly ist er mit 4,53 Sekunden auf 40 Metern sogar schon schneller gerannt als Usain Bolt! Wir warten auf dessen Her­aus­for­de­rung und das große Wett­rennen. Auch der Japaner Genki Omae gehört zu den Neu­lingen. Zudem bleibt der Mann­schaft ein Leit­wolf erhalten: Der Ver­trag von Sports­vor­stand Wolf Werner wurde um ein Jahr ver­län­gert.

So läuft die Rück­runde:
Großes Ver­let­zungs­pech quält wei­terhin die Innen­ver­tei­di­gung der Flin­ge­raner. Kein Pro­blem, denkt sich Fabian Giefer, und agiert sogleich auch auf den nicht-besetzten Ver­tei­di­gungpo­si­tionen. Der Tor­hüter wird zudem ver­su­chen seinen eigenen Rekord (fünf Bun­des­li­ga­spiele ohne Gegentor) zu kna­cken. Sport­vor­stand Wolf Werner kämpft immer noch gegen einen Son­nen­stich, den er bei seinem Kurz­be­such in Spa­nien ein­ge­fangen hat und das Team ist wei­terhin der Auf­steiger-Streber. Es bleibt also alles beim Alten: Vor­onin wird trotz Nasen­bein­bruch in der Disko gesichtet. Sein Kom­mentar: der Mit­tel­finger. Und Wolf Werner zieht Kapitän Lumpi“ vor den Kameras weg, nachdem er den Schlüssel zum Erfolg ver­raten hat: Nächsten Sonntag müssen wir gegen Augs­burg Knallgas geben!“

Werder Bremen
So lief die Vor­be­rei­tung: Zwölf Jahre Tra­di­tion muss man auch ohne Klaus Allofs fort­setzen, daher reiste die Mann­schaft von Thomas Schaaf wieder einmal nach Belek, wo Regen und Eis auf sie war­tete. Zur Auf­mun­te­rung gabe es am vierten Trai­ningstag ein spa­ßiges Alter­na­tiv­pro­gramm Spiele ohne Grenzen“. Arn­au­tovic, Hunt und Co. mussten in einem Wett­kampf ver­schie­dene Sta­tionen abar­beiten. Dar­unter waren ein Fahrrad-Par­cour, Medi­zin­ball-Weit­wurf, Sack­hüpfen und andere Fan­ta­sie­auf­gaben, bei denen sich die Profis die Beine bre­chen konnten. Philipp Barg­f­rede musste früh­zeitig nach Hause, um sich am Freitag am Knie ope­rieren zu lassen. Ob seine Ver­let­zung mit dem Alter­na­tiv­pro­gramm zu tun hatte, ist nicht bekannt. Immerhin fliegen die Bremer zum ersten Mal ohne Nie­der­lage nach Hause. Thomas Schaaf zeigte sich ganz stolz. Klaus Allofs rief Thomas Schaaf über Weih­nachten meh­rere Male an und weil sie sich so sehr ver­missten, trafen sie sich zum Test­spiel im Finale des Tuttur-Cups. Bremen besiegte Wolfs­burg mit 2:1. Ein kleiner Sieg für die Mann­schaft, ein großer Sieg für Schaaf.

Der ist neu:
Fran­cois Affolter ist nach der Leihe zu den Young Boys nach Bern zurück­ge­kehrt. Mateo Pavlovic soll den Schweizer nun in der Innen­ver­tei­di­gung ersetzen. Der 22-Jäh­rige hat einen Ver­trag bis 2016 erhalten. Gegen Wolfs­burg war der 1,96-Meter-Mann aller­dings noch etwas wackelig auf den Beinen. Der Kroate wird wegen seinem Locken­kopf gerne mit David Luiz und Carles Puyol ver­gli­chen.

So läuft die Rück­runde:
Klaus Allofs sehnt sich nach Thomas Schaaf und fragt bei Werder an, ob sie einen Manager brau­chen können. Bremen begnügt sich mit einem Klas­sen­er­halt und Tim Borowski schmeißt sein Trainee-Pro­gramm für die Aus­bil­dung zum Manager bei Bremen und gibt sein Come­back auf dem Rasen! Damit ist der Klas­sen­er­halt gesi­chert.