Ryan Giggs spielt Kreis­liga A
23 Jahre beein­druckte der wali­si­sche Super­star die Massen in und außer­halb des Old Traf­fords. Inzwi­schen betreut er die Natio­nal­mann­schaft von Wales und könnte wahr­schein­lich selbst noch so manch per­fekte Flanke rein­schlagen. Die Ver­tei­diger in der Kreis­liga A im Schwarz­wald können aber auf­atmen: Ryan Giggs wech­selt nicht zum TuS Ober­bal­digen – zumin­dest nicht dieser. Auch wenn sie den glei­chen Namen tragen, so ist der 18-Jäh­rige Kame­runer viel­leicht nicht der nächste Super­star im euro­päi­schen Fuß­ball, aber laut Trainer Bernd Stern ein tech­nisch starker Kicker, mit gutem Auge für den Mit­spieler.“ Also ganz der alte Ryan.

Dann können wir solche Tur­niere eben nicht mehr machen.“
Bei Jugend­spielen geht es meist hoch her – nur eben nicht auf dem Platz, son­dern daneben. Da sehen über­am­bi­tio­nierte Eltern in ihrem Nach­wuchs den neuen Messi oder wollen nach zwei, drei Pils dem Schieds­richter an den Kragen. Bei der F‑Ju­gend-Hal­len­kreis­meis­ter­schaft im säch­si­schen Oschatz eska­lierte die Lage derart, dass ein Mit­glied des Jugend­aus­schusses des Nord­säch­si­schen Fuß­ball­ver­bandes von zwei Män­nern ver­prü­gelt wurde. Er wollte vorher eine Frau der Halle ver­weisen, die den Schieds­richter belei­digt hatte. Der Ver­bands­prä­si­dent Wolf­gang Patitz zeigte sich ent­täuscht: Ver­bale Aus­fälle hat es beim Fuß­ball immer gegeben und wird es immer geben. Gerade Eltern sind sehr emo­tional, aber so weit sollte sich nie­mand her­ab­lassen. Was sind denn das für Vor­bilder für die Kinder?“ Über­en­ga­gierte Eltern sind defi­nitiv die Anti-Helden der Unter­klasse.

Erster Ama­teur­klub mit eigener E‑S­ports-Abtei­lung
Als Mar­ke­ting­mit­ar­beiter eines pro­fes­sio­nellen Fuß­ball­klubs hat man es nicht leicht. Früher tin­gelte man noch über die Dörfer, um eine daher­ge­lau­fene The­ken­aus­wahl schwin­delig zu spielen, jetzt muss es schon eine The­ken­mann­schaft aus China sein. Irgend­wann kam mal jemand auf die Idee, dass man doch auch die kauf­kräf­tigen Nerds für sich gewinnen müsste. Man grün­dete also eine E‑S­ports-Mann­schaft, mit der sich mitt­ler­weile der ein oder andere Bun­des­li­gist schmückt. Der 1. FC Ger­mania Egestorf/​Langreder gehört nun nicht unbe­dingt zur deut­schen Fuß­bal­le­lite, hält sich aber schon seit zwei Jahren in der Regio­nal­liga Nord. Fabian Miszczyk, Initiator der Idee, hat ehr­gei­zige Ziele: Das soll schon ein leis­tungs­ori­en­tiertes Pro­jekt werden. Auf lange Sicht wollen wir erfah­rene Profis an Bord holen und auch national kon­kur­renz­fähig sein.“ Mehr als 30 Bewer­bungen hat der Verein schon bekommen.

Tri­kot­nummer 73, aber nicht 1973 geboren
Die 73, da denkt selbst der Fuß­ballfan an Hand­baller Stefan Kretz­schmar. Warum er diese Nummer trug, sollte nicht schwer zu erraten sein: Er ist Jahr­gang 1973. Kaan Aygün vom FC Isma­ning trägt auch die 73 nach seinem Wechsel in die Türkei, aber aus anderen Gründen: Ich bin im Münchner Bezirk Berg am Laim auf­ge­wachsen. Die Post­leit­zahl dort endet auf 73 (81673). Des­halb habe ich mich für diese Tri­kot­nummer ent­schieden.“ Da kommt man sofort drauf. Zudem trägt er wohl auch immer hell­blaue Schnür­senkel, weil das die Lieb­lings­farbe seiner Groß­tante dritten Grades war.

Ex-Profi wird Trainer in Ver­bands­liga
Nach dem bit­teren Abstieg von 1860 im ver­gangen Jahr zer­streute sich die Mann­schaft wie ein Abitur­jahr­gang nach dem Abschluss­ball. Karim Mat­mour ging kli­schee­ge­treu nach Aus­tra­lien – fuß­bal­le­ri­sches Work-and-Travel. Jetzt ist er wieder da als Co-Trainer des Kehler FV in der Ver­bands­liga Süd­baden. Zu seiner Zeit in Aus­tra­lien sagt er nur kurz und knapp: Ama­zing!“