Tony Bellew? Ich bin hier. Ich warte. Ich bin bereit. Bist du bereit?“, brüllt Rio Fer­di­nand in die Linse seines Handys. Plötz­lich schlägt er drauf los. Immer wieder und wieder. Rechts, links, rechts, links. Er pau­siert. Die nächste Ansage: David Haye, willst du auch? Ich bin hier, Kol­lege. Ich bin hier“. Erneut fliegen die Fäuste.

Ein letztes Mal schaut er in die Kamera: AJ, wir waren gemeinsam im Urlaub. Ich mach dich fertig. Ich hau dich um. Ich mach dich fertig, AJ!“. Seine Stimme wird lauter. Komm schon! Du willst es auch!“, schreit Fer­di­nand und schlägt wieder zu.

Schläge für den Trainer

Diese Ent­la­dung kör­per­li­cher Gewalt findet sich auf dem fer­di­nandschen Insta­gram-Profil. Seine Schläge gelten weder einem auf­säs­sigen Fan, noch einem fre­chen Team­kol­legen. Fer­di­nand ver­prü­gelt seinen Trainer. Der pariert, mit einem Lächeln im Gesicht, jeden Schlag.

Es han­delt sich um seinen Box-Trainer. Ver­öf­fent­licht im Januar, zeigt das Video die Beiden beim Trai­ning. Rio Fer­di­nand als Boxer, ein unge­wohntes Bild.

Jetzt will er es noch einmal schaffen“

Doch jetzt macht der ehe­ma­lige Kapitän von Man­chester United ernst. Vor­ges­tern sitzt er vor einem Mikrofon: Pres­se­kon­fe­renz. Um ihn herum lauter wich­tige Leute im Anzug. Und auf einer gelb strah­lenden Wer­be­bande steht dick der Name einer eng­li­schen Wett­firma: Bet­fair“.

Ein rasch von Busi­ness-School-Absol­venten zusam­men­ge­bas­telter Wer­be­trailer wird abge­spult. Dort heißt es: Rio Fer­di­nand weiß, was es braucht, um an die Spitze zu kommen. Jetzt will er es noch einmal schaffen“.