Helft mit, Zlatan in die Bun­des­liga zu holen – mit der großen Zlatan in die Bundesliga“-Petition. Hier könnt ihr unter­schreiben!

Sehr geehrter Herr Ibra­hi­movic,

Sie werden diesen Brief nie lesen. Was ein großer Fehler ist. Weniger ob des Briefes an sich – weder wird er drol­lige Wörter (Fracksausen/​auseinanderklamüsern) beinhalten, noch wird er Sie durch außer­or­dent­liche Strin­genz zu fes­seln ver­mögen. Nein, es geht einzig um die Bot­schaft, die dieser Brief zu trans­por­tieren ver­sucht und die Sie gefäl­ligst mit­zu­be­kommen haben. Daher gewähren Sie uns einen Wunsch: Pressen Sie ihre schöne, lange Nase jetzt bitte schleu­nigst gegen den dia­man­ten­ver­zierten Bild­schirm, auf dass Sie sie nicht rümpfen können, und lassen Sie die fol­genden Wörter langsam auf sich wirken: Bitte, Zlatan, retten Sie den deut­schen Fuß­ball! Bitte, Zlatan, kommen Sie zu uns in die Bun­des­liga!

Hier in Deutsch­land wartet eine ganze Fuß­ball­na­tion darauf, erlöst zu werden. Auf eine Figur, die sich diese Bürde auf­er­legt, ohne sie vor lauter Bammel gleich wieder von den Schul­tern pur­zeln zu lassen. Auf einen Typen mit einem ebenso breitem Lächeln wie Kreuz. Auf einen Typen wie Sie.

Bevor Sie sich wun­dern, warum wir Sie hier – im Land des amtie­renden Welt­meis­ters, im Land der gut geölten Nach­wuchs­leis­tungs­zen­tren und der pünkt­li­chen Gehalts­zah­lungen – so bitter nötig haben, lassen Sie uns kurz den Status quo erläu­tern. Denn auf den zweiten Blick ist längst nicht alles so solide wie die Eiche, die sich diese Nation so gerne zu eigen macht.

Nicht wie die anderen Ram­pen­säue

So leben wir der­zeit mit einem Dach­ver­band, der in erster Linie um sich selbst kreist und mit einem Seri­en­meister, der alles richtig macht und des­halb irgendwie auch alles falsch. Mit einen Empor­kömm­ling, der die Liga in Zukunft wieder span­nend machen wird, den wir aber wegen des Sys­tems, für das er steht, gar nicht oben sehen wollen. Und mit einer ganzen Reihe alter Schlacht­rösser, die sich immer wieder in Zan­ke­reien ver­lieren und so auch wei­terhin – zu vital für den Tod, zu träge fürs Leben – auf der Stelle ver­harren werden.

Sie dagegen ver­harren nicht. Nie. Nicht mal jetzt, wo Sie sich so schwer ver­letzt haben. Sie stehen für Auf­trieb, für Ansagen, für Anlauf. Und für die kleinen und großen Wunder, die mög­lich sind, wenn man nur fest genug daran glaubt. Für die Tore aus unmög­li­chem Winkel, gemeis­tert mit den unmög­lichsten Kör­per­teilen. Für grö­ßen­wahn­sin­nige Sprüche und für das Zwin­kern beim Aus­spre­chen dieser, wel­ches Sie als Person so sehr von den anderen Ram­pen­säuen unter­scheidet. Sie stehen für den die­bi­schen Spaß, den dieses Spiel auf und neben dem Platz bringen kann. Lassen Sie uns daran teil­haben. Geben Sie uns ein Stück von Ihnen ab.

Apropos die Bayern

Auf der anderen Seite gibt es außerdem ja durchaus Dinge, die Ihnen hier gefallen könnten. Wir gelten zwar als unter­kühlt und berech­nend, doch spä­tes­tens mit dem 30.01.1933 haben wir bewiesen, dass wir uns für jeden Scheiß begeis­tern lassen. Und was Sie zu bieten haben, ist ja nicht mal Scheiße, son­dern toll, ein­fach nur toll. Will heißen: Wir würden Sie hier auf Händen tragen. Dar­über hinaus bräuchten Sie sich keine Sorge um das Niveau zu machen. Selbst wenn das Kreuz­band Sie in Zukunft ein kleines biss­chen kürzer treten ließe, für unsere Jungs wird es schon rei­chen. Außerdem würden Sie in Deutsch­land bei fast jedem Klub das Risiko mini­mieren, wie in Man­chester vor die Tür gesetzt zu werden. Denn das Argu­ment, 345.000 Pfund die Woche für einen Spieler aus­zu­geben, der wegen einer Ver­let­zung zunächst nicht spielen kann, zieht hier nicht. So viel Geld kann außer den Bayern sowieso keiner zahlen.

Apropos die Bayern. Tun Sie uns einen Gefallen und gehen Sie nicht zu den Bayern. Die sind auch ohne Sie gut genug. Suchen Sie sich einen schönen Mit­tel­klas­se­klub und motzen Sie ihn auf. Wo auch immer Sie waren, einen Titel haben Sie immer geholt. Sollten Sie auf Anhieb mit, sagen wir Hertha BSC, die Europa League gewinnen, wäre der letzte Beweis Ihrer Über­na­tür­lich­keit erbracht. Stellen Sie sich das doch mal vor. Zlatan Ibra­hi­movic, ver­göt­tert in Paris, in Man­chester und in Berlin. Eine Schneise der Liebe gegen den Terror.

Und sollte es Sie doch gen Mün­chen ziehen, dann bringen Sie dort bitte zumin­dest das Gehalts­ge­füge aus dem Gleich­ge­wicht. So oder so: Sie sind unsere letzte Hoff­nung.

Hoch­ach­tungs­voll,
die 11FREUNDE-Redak­tion

Snälla, Zlatan, rädda tysk fot­boll! Snälla, Zlatan, kom till oss i Bun­des­liga! Du är vårt sista hopp!