Im Oktober 2002 ist Arsenal London Tabel­len­führer und seit 30 Spielen unbe­siegt, und nichts deutet dar­aufhin, dass sich dies beim Mit­tel­klasse-Team aus Everton ändern wird. Zwar hat bei Everton wenige Wochen zuvor ein junger Hoff­nungs­träger sein Debüt gegeben, aber was soll dieses stäm­mige, schüch­terne Green­horn mit der Boxer­vi­sage schon gegen Henry, Berg­kamp und Co. aus­richten können?

Oh, wie man sich irren kann. In der 90. Minute scheinen sich die Teams bereits mit dem Remis abge­funden. Alle bis auf diesen stäm­migen, schüch­ternen Jungen, der knapp 35 Meter vor dem Tor an den Ball kommt und ein Debüttor aus­packt, das als Blau­pause all dessen gelten kann, was den stäm­migen, schü­ternen Jungen auch heute noch als Spieler aus­zeichnet: Dynamik, Ent­schlos­sen­heit, Kraft. Remember the name“, japst der Reporter, nachdem der Ball mit Unter­latte hinter David Seaman ein­ge­schlagen hat. Ein Name, den seither nie­mand mehr ver­gessen hat: Wayne Rooney.