1. Eine Hiobs­bot­schaft vor­neweg. Vor­aus­sicht­lich ver­zö­gert sich der Anpfiff gegen Atle­tico um 30 Minuten, da die 62 bis dato dem Por­tu­giesen ver­trag­lich zuge­si­cherten Ronaldo-Cams noch nicht ord­nungs­gemäß abmon­tiert wurden. Spe­ziell die zig­fach gesi­cherte Spider-Cam, die seit 2009 nor­ma­ler­weise 90 Minuten lang Ronaldos Knie­kehle ein­fing, stellt für die Hand­werker eine echte Her­aus­for­de­rung dar.

2. Schluss mit Lotter-Look: Von nun an dürfen Sie von allen Real-Profis wieder ast­reine Gel-Fri­suren erwarten. Bisher hatte sich Ronaldo eben­falls ver­trag­lich zusi­chern lassen, dass sich seine Team­kol­legen nicht akku­rater fri­sieren als er. Spe­ziell auf Luca Modric dürfen wir gespannt sein.

3. Auch darauf musste sich das Team in der Vor­be­rei­tung ein­stellen: Da in Zukunft pro Spiel knapp 22 Minuten an Ver­schnauf­pausen weg­fallen, in denen Ronaldo sich auf dem Boden krümmt, steigt die effek­tive Spiel­zeit bei Real-Spielen wieder über die 60-Minuten-Marke. Reicht dafür schon heute die Luft?

4. Spe­ziell für Spieler, die erst nach Ronaldos Ankunft ver­pflichtet wurden, eine echte Umstel­lung: Sie dürfen von nun an wieder selber aufs Tor schießen. Grade bei direkten Frei­stößen für die aller­meisten Profis kom­plettes Neu­land. Gerüchten zufolge wusste bei­spiels­weise der blut­junge Marco Asensio gar nicht, dass das FIFA-Regel­werk einen anderen Schützen als Ronaldo erlaubt.

5. Noch eine gute Nach­richt für die jungen Talente. Da Ronaldo weg ist, haben nun sowohl Asensio als auch Lucas Vaz­quez in der Kabine ihren eigenen Sitz­platz. Asensio bekommt den des Stür­mers, Vaz­quez den, der bisher Ronaldos Ego belegte.

6. Trau­rige News dagegen für einen der treu­esten Real-Mit­ar­beiter der ver­gan­genen Jahre: Vince Ling ist arbeitslos. Der sehr kleine Sohn einer Chi­nesin und eines Spa­niers hatte Ronaldo bis zuletzt vor jedem Spiel per Miniatur-Rasen­mäher einen fre­chen Strich in die Frisur gecuttet. Schade.

7. Eben­falls einen grö­ßeren Umbruch zu über­stehen hat der spa­ni­sche Ver­band der Hühner‑, Groß- und Was­ser­ge­flü­gel­züch­ter­ver­eine. Das große Pro­blem: Dem Fach­aus­schuss Gockel“ bre­chen laut eigener Aus­sage über­le­bens­wich­tige finan­zi­elle Zuwen­dungen eines anonymen Gön­ners weg, der seit 2009 jähr­lich eine mitt­lere sie­ben­stel­lige Summe gespendet hatte. Autsch.

8. Auf­atmen bei der spa­ni­schen Steu­er­fahn­dung: Die 87-köp­fige Son­der­ein­heit CRück­zah­lung“ kann erst­mals seit acht Jahren ihren gesetz­li­chen Urlaubs­an­spruch gel­tend machen. Erstes Ziel der Aller­meisten: Panama.

9. Erleich­te­rung auch bei Gareth Bale: Heute darf er end­lich offi­ziell ver­künden, dass er bei seiner Ver­pflich­tung im Jahr 2013 doch teurer war als der por­tu­gie­si­sche Stürmer.