Seite 3: Erstmaliger Einsatz des Videobeweises

Drei Nationen…
haben bis­lang an einer Frauen‑, aber noch nicht an einer Männer-Welt­meis­ter­schaft teil­ge­nommen: Taiwan, Thai­land und Equa­to­rial Guinea. Die Afri­ka­ne­rinnen, die sich 2011 qua­li­fi­zierten, sahen sich dabei bösen Vor­würfen aus­ge­setzt. Die Nige­ria­ne­rinnen, allen voran deren dama­lige Trai­nerin Eucharia Uche, pol­terten in der Bild“: Bei Äqua­to­ri­al­guinea spielen min­des­tens zwei Männer mit. Afrikas Ver­band muss sofort ein­schreiten. Denn wenn alles erst im nächsten Jahr in Deutsch­land auf­fliegt, wird es für ganz Afrika ein­fach furchtbar pein­lich werden.“ Süd­afrika und Ghana unter­stützten die Anschul­di­gungen und pro­tes­tierten offi­ziell beim afri­ka­ni­schen Ver­band CAF. Eine gha­nai­sche Ver­tei­di­gerin sagte damals: Man muss nur auf dem Platz Kör­per­kon­takt mit ihnen haben, um zu wissen dass sie Männer sind.“ Geno­veva Ananmo, eine Stür­merin Äqua­to­rial Gui­neas, sagte zu ihrer Ver­tei­di­gung: Schon 2006 und 2008 kamen diese Vor­würfe. Da habe ich Tests gemacht, obwohl ich sie ver­let­zend finde. Es gibt diese Vor­würfe, weil ich eben so schnell und stark bin. Aber ich weiß, dass ich auch als Frau so sein kann.“ Recht sollte sie behalten, denn am Ende pas­sierte nichts. 

Die Schieds­richter und Schieds­rich­te­rinnen…
sollten bes­tens geschult sein. Immerhin haben die 27 Schieds­richter und 48 Assis­tenten ein zwei Wochen langes Trai­nings­camp in Doha hinter sich. Da wurde laut Fifa vom frühen Morgen bis zum späten gear­beitet“. Der wich­tigste Punkt der Schu­lung: Der Umgang mit dem Video­be­weis, der erst­mals bei einem Frau­en­tur­nier zum Ein­satz kommt. Wir werden alles in unserer Macht ste­hende tun, um in Frank­reich unsere beste Per­for­mance zeigen zu können“, sagte Bibiana Stein­haus auf fifa​.com über das Trai­nings­lager. Wir sind beru­higt.

Die Zuschau­er­zahlen…
können bei den Frauen-Welt­meis­ter­schaften stark vari­ieren. Die meisten Zuschauer fanden sich vor 20 Jahren im Rose Bowl von Kali­for­nien ein. 90,185 Men­schen schauten sich das Finale zwi­schen den USA und China an. Anders lief es 1995 im schwe­di­schen Hel­sing­borg. Da wollten nur 250 Zuschauer den Kick zwi­schen Kanada und Nigeria sehen – bis heute Minus-Rekord. In Frank­reich werden die Sta­dien aller Vor­aus­sicht nach gut gefüllt sein. Bereits Mitte April waren die Hälften aller Karten ver­griffen, sieben der 52 Spiele waren da schon aus­ver­kauft. Ein zweites Hel­sing­borg wird es also garan­tiert nicht geben.