RB Leipzig – gekommen, um zu bleiben

Na dann..

Dennoch wirkt dieser, nun ja, etwas andere Verein auch im elften Jahr seines Bestehens und im bald vierten Jahr seiner Bundesliga-Zugehörigkeit wie ein bizarrer Fremdkörper in der Phalanx der übrigen Traditions-, Werks- und Retortenklubs. RB Leipzig, das ist der überdimensionierte Bauhaus-Stil-Quader eines Puff-Königs inmitten einer alt-ehrwürdigen Gründerzeit-Villensiedlung: Sieht aus wie vom Hubschrauber abgeworfen, passt nicht in die Landschaft, kriegst du aber höchstwahrscheinlich nicht mehr weg.

Stattdessen schafft es der Retortenklub-Experte Rangnick, der uns schon den Bundesligisten TSG Hoffenheim bescherte, die ehrgeizigen Ziele des Dietrich Mateschitz Jahr für Jahr überzuerfüllen: Platz zwei und Champions-League-Qualifikation in der Bundesliga-Premieren-Saison 2016/17, ein Europa-League-Ticket in 2017/18, aktuell gefolgt von Rang drei und dem erneuten Rundtrip durch die »Königsklasse«. Vorausgesetzt, die UEFA gibt beiden – Leipzig und Salzburg – ihr erneutes Go. Wobei Mateschitz da aus Erfahrung zuversichtlich sein dürfte.

Na dann..

Auch sonst wird der fast 75-Jährige kaum von Zweifeln am eigenen Erfolg geplagt. Nach einer möglichen Deutschen Meisterschaft für Rasenballsport Leipzig befragt, erklärte Mateschitz bereits 2014, als der Klub gerade erst in die 2. Liga emporgeklettert war: »Ein paar Jahre vergehen ja schnell, aber irgendwann wird es so sein.«

Rasenballsport Leipzig wird zehn und kann seinen runden Geburtstag am kommenden Samstag obendrein mit dem erstmaligen Gewinn des DFB-Pokals krönen. Na dann: Gratulation.