Kir­gi­si­stan
Wichtig bei der Job­suche ist zuerst das Selbst­bild. Rang­nick betonte im Inter­view mit der Thü­ringer All­ge­meinen“, dass er sich links der Mitte sieht. Zur Linken des Reichs der Mitte drängt sich dabei die Repu­blik Kir­gi­si­stan auf. So wie der aktu­elle Übungs­leiter Alek­sandr Kres­tinin das kir­gi­si­sche Natio­nal­trai­neramt ausübt, ist es gera­dezu auf Rang­nick zuge­schnitten. Denn neben seinen Ver­pflich­tungen als Coach der zen­tral­asia­ti­schen Repu­blik, trai­niert Kres­tinin auch den kir­gi­si­schen Erst­li­gisten Dordoi Bishek. Für die per­so­ni­fi­zierte Per­so­nal­union aus Back­nang genau das Rich­tige.

Ungarn
Nicht zu ver­nach­läs­sigen ist auch ein gutes Netz­werk. Ein sol­ches wurde dem Baden-Würt­tem­berger mit Blick auf mög­liche Natio­nal­trai­ner­posten schon in die Wiege gelegt. Rang­nicks Geburts­stadt unter­hält stra­te­gisch wich­tige Bezie­hungen zu meh­reren Län­dern. Unter Anderem darf man sich Part­ner­stadt der unga­ri­schen Ort­schaft Bác­salmás nennen. Mit Con­nec­tions in der unga­ri­schen Tief­ebene kann es als Magya­ren­trainer hoch hinaus gehen.

USA
Natio­nal­trainer, die Großes leisten, ver­dienen Denk­mäler. Nach der grie­chi­schen EM-Sen­sa­tion 2004 kün­digte bei­spiels­weise der Ham­burger Gas­tronom Dimitri Tzachristos an, sein Lokal in Reha­kles“ umzu­be­nennen. Für Ralf Rang­nick kann sich das mit der Wahl der rich­tigen Nation bald schon in ganz anderen Dimen­sionen abspielen. In den Staaten hat man, wohl in der Hoff­nung bald mit Ralf Rang­nick als Natio­nal­coach in neue Sphären vor­zu­stoßen, vor­sorg­lich schon zehn Städte nach ihm benannt. Auf den Umstand, dass alle zehn falsch geschrieben sind („Ralph“), wird der gelernte Schul­päd­agoge sicher hin­weisen.

Grön­land
Fans brau­chen Ikonen, die sie feiern können. In Grön­land ist die Par­ty­in­fra­struktur zur Hul­di­gung ihres zukünf­tigen Natio­nal­trai­ners bereits gegeben. Denn immer, wenn Ralf Rang­nick ob seines Namens­tages am 21. Juni in Fei­er­laune gerät, ist in Grön­land prak­ti­scher­weise auch Natio­nal­fei­ertag.

Neu­see­land
Zuletzt müssen Natio­nal­trainer stets Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­guren sein. Dabei kann es nicht aus­rei­chen, nur mit den Men­schen des Arbeit­ge­ber­landes Berüh­rungs­punkte zu haben. Auch Ver­bin­dungen zu Flora und Fauna sind gern gesehen. In dieser Hin­sicht bietet Neu­see­land gute Vorraus­set­zungen, denn dort ist der Vogel Wekar­alle hei­misch. Er gehört zur Familie der Rallen und zur Gat­tung Gal­li­rallus. Ralf Rang­nick nicht nach Neu­see­land zu holen, wäre unpa­trio­tisch.