Mehmet Sitti, Fuß­ball­fans gelten man­chen Funk­tio­nären, Poli­ti­kern und Poli­zisten als Sicher­heits­ri­siko. Wie sehen Sie das?
Ach, bei uns ist alles ganz fried­lich.

Sie mussten also noch kein Tank­stellen-Verbot aus­spre­chen?

Kein ein­ziges. Daher sind wei­terhin alle Fans herz­lich will­kommen, bei uns voll­zu­tanken. Nur Pyro­technik ist natür­lich streng ver­boten.

Und was ist mit geg­ne­ri­schen Fans?
Keine Pro­bleme. Ich glaube auch nicht, dass jemand auf die Idee käme, uns als Tank­stelle Ärger zu machen. Sollte doch irgendwer auf dumme Gedanken kommen, kann ich nur warnen: Direkt gegen­über von uns ist eine Poli­zei­wache.

Was macht Ihre Tank­stelle denn zu einer WSV-Tank­stelle?
Unsere Zapf­säulen und Wer­be­flä­chen sind mit dem Ver­eins-Emblem geschmückt, unser Ver­kaufs­raum ist ein WSV-Fan-Shop“ und alle unsere Mit­ar­beiter tragen Klei­dung in den Ver­eins­farben rot-blau.

Zufrieden mit dem Umsatz?
Absolut. Wir befinden uns mitten im Zen­trum von Wup­pertal, da kommen viele Tou­risten vorbei und ver­langen nach Fan­ar­ti­keln. Wir sind ja quasi der offi­zi­elle Fan­shop vom Wup­per­taler SV.

Mit Ver­laub: Dieser Fan­shop beschränkt sich auf eine Regal­fläche.
Wir hatten ursprüng­lich einen eigenen Raum für die Fan­ar­tikel, doch der musste wei­chen. Da sind jetzt die Getränke drin. Aber wir wollen bald noch eine zweite Regal­fläche frei­räumen. Außerdem bieten wir auch so alles, was der Fan zum Glück­lich­sein braucht: Fan­schal, Feu­er­zeug und Kissen. Direkt dar­über stehen Jäger­meister und Korn. Was will man mehr?

Neben der WSV-Optik ihrer Tank­stelle und dem Mer­chan­dise: Was bieten Sie dem Fan noch?
Jedes Mit­glied des Wuper­taler SV bekommt zwei Euro Rabatt auf seine Auto­wä­sche. Das Angebot wird durch­schnitt­lich fünfmal pro Monat ange­nommen.

Und wenn die Mann­schaft auf­steigen sollte, gibt es aber Frei-Benzin für alle, oder?
Die Spieler haben eh Tank­karten und zahlen nicht. (lacht) Für die Fans würden wir eine Aktion wie die vom ver­gan­genen Jahr wie­der­holen, als wir jedem, der für min­des­tens zehn Liter getankt hat, ein Ticket zum Top-Spiel gegen Vik­toria Köln geschenkt haben.

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