Schuld sind angeb­lich die Abwehr­spieler. Vor allem die Oldie-Abwehr von Borussia mit den beiden Innen­ver­tei­di­gern Chris­tian Wörns (35) und Robert Kovac (33) wurde für die beiden Nie­der­lagen in den ersten Sai­son­spielen mit den sieben Gegen­toren ver­ant­wort­lich gemacht. Die Gegen­tore fielen aber vor allem nach indi­vi­du­ellen Feh­lern, und die sollten sich eigent­lich abstellen lassen.

Das grö­ßere Pro­blem der Dort­munder scheint viel­mehr ihr kon­tur­loses Offen­siv­spiel zu sein. Trainer Thomas Doll ist ein großer Fan der Raute. In der ver­gan­genen Saison war es ein großer Miss­stand, dass ein Spieler fehlte, der die vor­dere Zehner-Posi­tion mit Leben füllen konnte. Steven Pienaar schei­terte an dieser Auf­gabe und hat den Klub wieder ver­lassen.

Nun soll Mladen Petric die Stürmer ein­setzen und gleich­zeitig selbst tor­ge­fähr­lich sein. Dabei ist der Kroate eigent­lich selbst Stürmer. In der ver­gan­genen Saison hat er 19 Tore für den FC Basel in der Schweiz geschossen. Am wert­vollsten wäre er wohl als hän­gende Spitze, einer Posi­tion, die so in Dolls System nicht vor­ge­sehen ist. 4−3−3 mit Petric als Angreifer im DFB-Pokal, 4−4−2 mit Raute und Petric als Zehner und bei der Nie­der­lage auf Schalke 4−4−2 mit Petric als Stürmer: Doll hat schon jetzt alles aus­pro­biert. Besser wird der BVB aber wohl erst dann spielen, wenn Petric eine feste Rolle in der Grund­for­ma­tion von Thomas Doll gefunden hat.