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50 Jahre Frauenfußball

Im Herbst 1970 hob der DFB das Verbot des Frau­en­fuß­balls in Deutsch­land auf. Für 11FREUNDE #228 haben wir daher 50 Geschichten aus 50 Jahren Frau­en­fuß­ball in Deutsch­land gesam­melt. Das Heft gibt es bei uns im Shop. Die Geschichten 31 – 40 jetzt hier.

2000 — Dass Inka Grings eine außer­ge­wöhn­liche Stür­merin ist, wird bereits klar, als sie mit 19 den FCR Duis­burg im Allein­gang zum Pokal­sieg schießt. Zwei Jahre später gewinnt sie mit den Duis­bur­ge­rinnen die Meis­ter­schaft und trifft dabei 38 Mal. In 22 Spielen. Auch wenn Quer­ver­gleiche zwi­schen Männer- und Frau­en­fuß­ball immer schwierig sind: Das ist eine Quote, an der sich selbst ein Lewan­dowski ver­geb­lich abar­beiten wird.

2001 — Eine Zeit­lang ist er auch bei den Frauen en vogue, der eksta­ti­sche Tor­jubel mit gelupftem Trikot, zur Per­fek­tion gebracht von Brandy Chas­tain im 1999er WM-Finale. Was Brandi kann, kann Claudia (Müller) schon lange, in diesem Fall nach dem deut­schen EM-Tri­umph durch Golden Goal. Ob es sich bei der Geste um einen Akt der Befreiung oder Anbie­de­rung an gei­fernde Sexisten han­delt, bleibt umstritten. Heute gibt’s dafür Gelb, bei Män­nern und Frauen.

Sie sieht gut aus, hat einen tollen Körper, und als Fuß­bal­lerin ist sie sehr tüchtig“

Luciano Gaucci

2002 — Was­ser­schlachten im Frank­furter Wald­sta­dion haben Tra­di­tion, siehe BRD gegen Polen bei der Männer-WM 1974. Und auch in diesem Fall siegt bei der Pfüt­zen­lot­terie der Gast­geber: Der 1. FFC Frank­furt schlägt das schwe­di­sche Team aus Umea mit 2:0 und gewinnt den ersten UEFA-Frau­en­pokal.

2003 — Den Sohn des liby­schen Staats­chefs Gad­dafi hat Perugias Prä­si­dent Luciano Gaucci bereits ver­pflichtet, nun will er Birgit Prinz: Sie sieht gut aus, hat einen tollen Körper, und als Fuß­bal­lerin ist sie sehr tüchtig.“ Die deut­sche Sturm-Ikone trifft sich sogar mit dem Klub­boss aus der Serie A, kommt aller­dings (wohl nicht zu Unrecht) zu dem Schluss, dass es sich eher um einen PR-Coup han­delt – und lehnt dan­kend ab.

2004 — Das sitzt: Tur­bine Potsdam gewinnt mit 7:2 beim Seri­en­meister aus Frank­furt, holt erst­mals den Titel und begründet die hei­ßeste Riva­lität im deut­schen Frau­en­fuß­ball, die jedoch nicht zuletzt die zweier – Pardon – alter weißer Männer ist, die sich nicht rie­chen können: Frank­furts Manager Siggi Diet­rich und Tur­bine-Trainer Bernd Schröder. Muss man nicht gut finden, ist aber ein paar Jahre lang ganz unter­haltsam.