Als Lukas Podolski im Jahr 2006 zum FC Bayern Mün­chen wech­selte, pro­phe­zeiten ihm nicht Wenige den Durch­bruch zum Welt­klas­se­spieler. Doch Podolski kam in Mün­chen nicht zurecht, auch das neue Umfeld soll den sen­si­blen Fein­geist an über­durch­schnitt­li­chen Leis­tungen gehin­dert haben. Podolski, sagt man seitdem, funk­tio­niert nur in Köln. Doch nun nimmt Podolski wieder einmal Abschied aus der Dom­stadt und ver­sucht sein Glück ab dem Sommer in London. Wir machen uns schon jetzt Sorgen um Prinz Peng und zeigen, was Podolski alles wissen muss, bevor er in die bri­ti­sche Metro­pole über­sie­delt. Der 11FREUNDE-London-Knigge:

Glossar:
Lieber Lukas, nur um Ver­wechs­lungen vor­zu­beugen: Den Rhein nennen sie in London Themse, der Dom heißt hier West­minster Abbey und dein heiß­ge­liebtes Himmel und Ääd“ bestellt man hier locker, lässig als Fish and chips“. Und wenn man nett fragt, kriegt man manchmal auch noch einen frit­tierten Scho­ko­riegel zum Nach­tisch. Keine Ahnung warum. Und ja, die Eng­länder sind eigen­wil­lige Men­schen, aber das soll­test du ja aus deiner Heimat kennen.

Wohnort:
Durch­atmen, Poldi, in London gibt es wirk­lich richtig schöne Ecken. Wie wäre es zum Bei­spiel mit einer kleinen Zwei-Zimmer-Bleibe in der Cologne Road (siehe unten)? Beste Wohn­lage vor den Toren Lon­dons, direkter Anschluss an das Netz der öffent­li­chen Ver­kehrs­mittel, nur 30 Minuten Anfahrt zum Emi­rates Sta­dion. Inter­esse? 11FREUNDE ver­mit­telt gerne Besich­ti­gungs­ter­mine.


Kar­neval:
Natür­lich wird auch in London Kar­neval gefeiert. Doch anstatt Rosen­mon­tag­zoch“ nennt man das hier Not­ting Hill Car­nival“. Aber Ach­tung, dieses Fest ist für echte Jecken wie dich äußerst gewöh­nungs­be­dürftig. Denn anstatt mor­gens Schlüp­fer­stümer in sich rein zu pumpen und spä­tes­tens zur Mit­tags­zeit mit einer Brief­marke und einem Frosch gleich­zeitig Kör­per­flüs­sig­keiten aus­zu­tau­schen, sieht man den Kar­neval hier eher als far­ben­frohes Fest. Ein biss­chen so wie den Chris­to­pher Street Day. Nur ohne Hella von Sinnen.

Stra­ßen­ver­kehr:
Ach­tung, in London herrscht Links­ver­kehr. Du weißt nicht, was das heißt? Also, das heißt, dass der gesamte Stra­ßen­ver­kehr… Ach, frag doch ein­fach deinen Kol­legen Miso Brecko. Der weiß spä­tes­tens seit eurer Kar­ne­vals­feier, wie man sich am besten in unge­wohnten Ver­kehrs­si­tua­tionen ver­hält.


Medien:

Merke: Wenn dir die Jour­na­listen der Sun“ ein neues Smart­phone spen­dieren, soll­test Du nicht sofort vor Freude in die Luft springen. Frag ein­fach mal Wayne Rooney. Du weißt schon, dieser Oger von Man­chester United.

Uhr­zeit:
In London ticken die Uhren anders. Das ist wirk­lich wahr, denn in London ist es immer eine Stunde früher als in Köln. Oder so ähn­lich. Aber bevor wir jetzt zum Thema Zeit­zonen kommen, merke dir ein­fach: Fahr immer eine Stunde früher zum Trai­ning als in Köln. Sonst gibt es Ärger. Da kann Dich auch der Merte irgend­wann nicht mehr raus­hauen. Ach was, fahr am besten zwei Stunden eher los. Warum? Siehe: Stra­ßen­ver­kehr!

Mon­ar­chie:
Ganz egal, wie schlecht der FC auch gespielt hat, auf dich hat man rund um das Geiß­bock­heim nichts kommen lassen. Keine Frage, du warst in Köln der unge­krönte König. Des­wegen musst du jetzt umso stärker sein: Ja, London hat bereits eine Königin. Doch das ist leider noch nicht alles, denn in London gibt es auch bereits drei Prinzen. Doch keine Sorge, der Jüngste ver­kleidet sich sehr gerne als Hitler, sein Vater wäre gern ein Tampon, und der Älteste ist so etwas wie der bri­ti­sche Willi Mil­lo­witsch. Zumin­dest mit ihm soll­test du dich bes­tens ver­stehen. Sollte also nur eine Frage der Zeit sein, bis du als Prinz Poldi unter lautem Getöse im Buck­ingham Palace zum Marsch bläst.