Seite 2: Boateng und Alaba als Matchwinner

2. Die Favo­riten kon­tern die Außen­seiter aus

Ein Neben­ef­fekt des hohen Pres­sings: Die Bayern gewinnen den Ball in der geg­ne­ri­schen Hälfte. Von dort können sie oft direkt Konter starten. Die Spieler sind bereits weit auf­ge­rückt, die Stürmer pos­tieren sich des­halb an der geg­ne­ri­schen Abwehr­kette.

Auch gegen Lever­kusen hatten die Bayern beste Mög­lich­keiten nach Kon­tern. So lei­tete Joshua Kim­mich mit einem Ball­ge­winn das 2:0 ein (24.). Die Bayern haben damit eine wesent­liche neue Facette in ihr Spiel auf­ge­nommen.

3. Die Innen­ver­tei­diger als Ball­ge­winner und –ver­teiler

Bayer Lever­kusen ver­steckte sich kei­nes­wegs vor den Bayern. Bereits in der Anfangs­phase ver­suchten sie, mit ihrem 4 – 4‑2-System die Bayern im Mit­tel­feld zu stören. Nach dem 0:2 schal­teten sie noch einen Gang hoch, sie spielten nun ein ähn­li­ches Angriffs­pres­sing wie die Bayern. Wie mutig die Lever­ku­sener auf­traten, spie­gelte sich im Ball­be­sitz-Ver­hältnis wider: Am Ende lag der Ball­be­sitz bei 50:50, ein Wert, der für die Bayern unge­wöhn­lich niedrig war.

Schei­terten die zahl­rei­chen Angriffs­ver­suche der Lever­ku­sener nicht bereits am geg­ne­ri­schen Pres­sing, taten sie das spä­tes­tens an der Mün­chener Innen­ver­tei­di­gung. Jerome Boateng und David Alaba har­mo­nieren in der Abwehr prächtig. Sie sichern das eigene Pres­sing ab, rücken im rechten Moment heraus und gewinnen ihre Zwei­kämpfe.

Gegen Lever­kusen über­zeugten sie auch im Spiel mit dem Ball. Wenn Lever­kusen ein hohes Mit­tel­feld­pres­sing spielte, waren es Boateng und Alaba, die die geg­ne­ri­schen Linien mit ris­kanten Pässen aus­he­belten. Gerade Boateng spielte intel­li­gente Bälle in die Spitze. So lei­tete er mit einem Pass die Szene ein, die zum Frei­stoß vor dem 1:0 (16.) führte – ein Frei­stoß, den Alaba ver­wan­delte. Bay­erns Innen­ver­tei­diger waren die Match­winner.