Tor­prämie

Wer behauptet, beim Kon­solen-Zocken nie ver­sucht zu haben, mit dem Keeper durch­zu­laufen und ein Tor zu schießen, der lügt. Und spä­tes­tens seit Lionel Messi wissen wir, das Fuß­baller den vir­tu­ellen Kick durchaus nutzen, um sich auch auf dem echten Platz zu ver­bes­sern. Warum also nicht Tor­wart-Solo-Tore ver­güten lassen, schließ­lich hat auch jeder mit­tel­mä­ßige Ersatz­stürmer eine saf­tige Tor­prämie im Ver­trag. Denkbar wäre auch eine gestaf­felte Prä­mi­en­aus­schüt­tung je nach Schwie­rig­keit des Tricks wäh­rend des Dribb­lings. Mit einem Solotor, das aus drei­zehn nach­ein­ander aus­ge­führten Elasticos besteht, könnte sich Hra­decky ein drei­zehntes Monats­ge­halt ver­dienen. Führt er den Jay-Jay-Trick aus, winkt ein neuer Dienst­wagen. Denkbar wäre auch eine Extra-Prämie, wenn der Treffer zum Tor des Jahres gewählt wird.

Wasser ratio­nieren

Jeder kennt die Was­ser­fla­sche, die bei Spielen hinter dem Keeper im Tor liegt. Was viele nicht wissen: Der Liter Wasser kostet der­zeit stolze 0,5 Cent. Hra­decky könnte das Wasser vor und nach dem Spiel abwiegen und sich den Gegen­wert des Was­sers, das er nicht trinkt, aufs Gehalt anrechnen lassen. Nimmt man alle Trai­nings­ein­heiten und Spiele zusammen, kommt ein stolzes Sümm­chen irgendwo im hohen zwei­stel­ligen Cent­be­reich zusammen. Netter Neben­ef­fekt: Durch die Dehy­dra­tion würden die Mus­keln viel deut­li­cher zu Tage treten.

Das Winken in die Fan­kurve als Workout anrechnen

Es ist mit­unter der anstren­gendste Part des Pro­fi­da­seins: Nach einem erschöp­fender, neun­zig­mi­nü­tiger Fuß­ball­ar­beit in die Fan­kurve laufen und den mit­ge­reisten Anhän­gern winken oder gar applau­dieren. Das geht ins­be­son­dere bei Tor­hü­tern auf die Arme, und die sind ja mithin die wich­tigsten Kör­per­teile eines Kee­pers. Hra­decky könnte sich die Ehren­runden also ver­güten lassen, zeigt sich der Verein von dieser Lösung nicht angetan, könnte man das Winken auch als Workout anrechnen und Hra­decky von den Trai­nings­ein­heiten im Kraft­raum frei­stellen. Eine klas­si­sche Wink-Win-Situa­tion.