Wo gibt’s Pasta?

Immer doof, wenn sich ein Klub von seinem Manager trennt. Noch doofer, wenn man sich dann irgend­wann mal wie­der­trifft und der Manager bei einem anderen Verein ange­stellt ist, um den es besser bestellt ist. Am doo­festen wohl aber, wenn es sich bei dem neuen Arbeits­platz des Mana­gers dann auch noch um den größten Rivalen und lokalen Nach­barn han­delt. Im Falle von Han­nover 96 und seinem Ex-Ange­stellten Jörg Schmadtke kommt noch eine beson­dere Note hinzu, weil die Nie­der­sachsen ihren dama­ligen Manager nach einem Macht­kampf ziehen ließen. Diesen Macht­kampf verlor Schmadtke vor fünf Jahren gegen Trainer Mirko Slomka. Schmadtke leitet mitt­ler­weile die Geschäfte beim VfL Wolfs­burg. Slomka arbeitet als Fern­seh­ex­perte beim Bezahl­sender Sky und muss dort Stel­lung beziehen zu Themen wie der Ein­mi­schung von Thomas Mül­lers Frau Lisa, die Bayern-Trainer Niko Kovac für die späte Ein­wechs­lung ihres Mannes via Insta­gram kri­ti­sierte. Sein Tipp an Thomas: Pasta kochen für die Frau Gemahlin und mal in Ruhe drüber spre­chen, muss man ja nicht gleich ein Drama draus machen. Was er wohl zu den Chancen von Han­nover im Frei­tag­abend­spiel gegen Wolfs­burg sagen würde? Ach egal. Nach dem Pokal­spiel (2:0 für Wolfs­burg) kommt es nun inner­halb von zehn Tagen bereits zum nächsten Nie­der­sach­sen­gipfel. Ver­liert die 96-Mann­schaft von Andre Brei­ten­reiter erneut, sollte der Trainer für Schmadtke-Nach­folger Horst Heldt viel­leicht auch mal das Nudel­wasser auf­setzen.

Dort­mund oder Bayern?

Als Mann­schaft der Stunde gilt momentan: Ein­tracht Frank­furt! Der Pokal­sieger holte aus den letzten fünf Spielen beein­dru­ckende drei­zehn Punkte und schoss vor dem elften Spieltag gegen Schalke bereits 23 Tore! So viele wie nur einmal in seiner Geschichte, vor 25 Jahren, als vorne noch Spieler wie Jay-Jay Okocha, Mau­rizio Gau­dino und Anthony Yeboah die geg­ne­ri­schen Abwehr­reihen durch­ein­ander wir­belten. Auch zu dieser Zeit spielten die Frank­furter par­allel noch Euro­pa­pokal und ver­kraf­teten die Sache gut. Sogar sehr gut. Die Hin­runde been­deten sie auf Platz eins – und wurden am Ende Fünfter.

Wer will weniger?

Jedes Wochen­ende Ach­ter­bahn – so erging es zuletzt Trainer Heiko Herr­lich, der mit Bayer Lever­kusen seit ein paar Spielen im Loo­ping fest­hängt. Sein Schleu­der­sitz hat trotzdem noch nie­mand betä­tigt. Zum Glück. Ist ja noch richtig Leben in der Bude. Den hohen Siegen in Bremen (6:2) und Mön­chen­glad­bach (5:0) folgte aber ein ebenso ner­ven­auf­rei­bendes 1:4 gegen Hof­fen­heim. Für das Spiel am Sonntag in Leipzig wünscht sich Herr­lich am liebsten mal eine Fahrt im Kin­der­ka­rus­sell – ein ganz nor­males 1:0“. Das Feu­er­wehr­auto hat sich Karim Bel­la­rabi trotzdem schon reser­viert.

Wer will mehr?

Die Mann­schaft von Werder Bremen will zurück zu alter Geschwin­dig­keit. Nachdem die Mann­schaft von Flo­rian Koh­feldt zuletzt zwei Spiele in Folge verlor, sollen die Spieler am Samstag gegen Mön­chen­glad­bach wieder Mut beweisen, for­dert der Trainer. Mirko Slomka rät da: Erst Ach­ter­bahn, dann Pasta. Nicht umge­kehrt.