Danny (von Dynamo Moskau zu Zenith St. Peters­burg)
Ablöse: 30 Mil­lionen Euro
Als der Por­tu­giese im Sommer 2007 für 30 Mil­lionen Euro in Russ­land die Ver­eine wech­selte, schreckten euro­pa­weit Scouts zusammen. Hatten sie da etwa einen Roh­dia­manten über­sehen? War ihnen der nächste Luis Figo durch die Lappen gegangen? Nach zehn Spielen in seiner ersten Zenith-Saison und acht Ein­sätzen im zweiten Jahr konnten sich aber alle wieder beru­higen. Danny war allen­falls ein Mit­tel­klas­se­spieler, für den die Gaz­prom-Filiale schlichtweg viel zu viel Geld bezahlt hatte. Bis heute ist er Stamm­spieler bei Zenith. Mehr aber auch nicht. 

Klaas-Jan Hun­telaar (von Ajax Ams­terdam zu Real Madrid)
Ablöse: 27 Mil­lionen Euro
Der Real-Wechsel von Klaas-Jan Hun­telaar im Winter 2009 wird für immer ein Mys­te­rium der Trans­fer­his­torie bleiben. Weil Real näm­lich ver­gessen hatte, dass sie Hun­telaar gar nicht für die Cham­pions League nach­melden durften, war der Nie­der­länder im Grunde über­flüssig, bevor er über­haupt einmal im Ber­nabeu auf­ge­laufen war. Immerhin erzielte er in 20 Spielen noch acht Tore, wurde aber nach einem halben Jahr bereits wieder aus­sor­tiert und für 15 Mil­lionen Euro an den AC Mai­land ver­äu­ßert. 

Gaizka Men­dieta (vom FC Valencia zu Lazio Rom)
Ablöse: 48 Mil­lionen Euro 
Kaum zu glauben, aber wahr: Gaizka Men­dieta gehört bis heute zu den 20 teu­ersten Trans­fers der Fuß­ball­ge­schichte. Nach dem ver­lo­renen Cham­pions-League-Finale 2001 wech­selte der euro­pa­weit gejagte Mit­tel­feld­stra­tege schließ­lich in die Serie A zu Lazio Rom. Doch die Bezie­hung Lazio-Men­dieta ent­puppte sich ziem­lich schnell als mit­tel­schweres Miss­ver­ständnis, wes­wegen der Spa­nier erst zum FC Bar­ce­lona und schließ­lich zum FC Midd­les­b­rough ver­liehen wurde. Fun fact: Im glei­chen Jahr wech­selte ein gewisser Pavel Nedved für knapp 40 Mil­lionen Euro zu Juventus Turin – und wurde dort zu einer Ver­eins­le­gende.

Robinho (von Real Madrid zu Man­chester City)
Ablöse: 43 Mil­lionen Euro
Wir wissen nicht, wer jemals in die Welt gesetzt hat, dass aus Robinho mal so etwas wie der neue Pelé werden würde, aber jene Person muss ein Mar­ke­ting­genie sein. Denn kaum ein Spieler hat über all die Jahre mit so wenig sport­li­chem Glanz der­maßen hohe Ablö­se­summen gene­riert. Das Low­light der wech­sel­vollen Kar­riere war fraglos sein 43 Mil­lionen-Euro-Transfer zu Man­chester City im Sep­tember 2008, wo der Bra­si­lianer in der fol­genden Monaten ent­weder ver­letzt war, aus­sor­tiert wurde oder indis­ku­tabel spielte. Gelernt hat City aus diesem ver­brannten Geld offenbar aber nichts.

Andriy Shev­chenko (vom AC Mai­land zum FC Chelsea)
Ablöse: 43,3 Mil­lionen Euro
Shev­chenko war fraglos einer der besten Stürmer der jün­geren Fuß­ball­ge­schichte, doch nachdem der FC Chelsea ihm einen 43 Mil­lionen Euro schweren Kühl­schrank auf den Rücken gepackt hatte, ging beim Ukrainer nichts mehr. Selbst Gel­d­esel Abra­mo­witsch rieb sich immer wieder ver­wun­dert die Augen, ob der lethar­gisch-glück­losen Auf­tritte seines Lieb­lings­spie­lers und ver­zich­tete am Ende sogar darauf, vehe­ment für den Ein­satz des damals 30-Jäh­rigen zu werben. Von den Fans ver­lacht, flüch­tete Sheva schließ­lich zurück nach Mai­land, wo er aber auch nie wieder der Alte wurde. Erst im Januar 2011 dürfte Shev­chenko seinen Frieden gefunden haben, weil er end­lich den Status als größter Fehl­ein­kauf der Ver­eins­ge­schichte Chelsea los wurde.

Fer­nando Torres (vom FC Liver­pool zum FC Chelsea)
Ablöse: 58,5 Mil­lionen Euro
Diesen Titel trägt näm­lich bis auf Wei­teres der Spa­nier Fer­nando Torres, den Chelsea im Winter 2011 vom FC Liver­pool los­eiste. Doch Torres schien eben­falls unter der Last der Erwar­tungen auf Mit­tel­klas­se­stür­mer­ni­veau zusammen zu sinken und wurde am Ende seines Aus­flugs nach Eng­land gar bei jedem Ball­kon­takt aus­ge­lacht. Wohl­ge­merkt von den eigenen Fans.