Seite 2: Europäische Dämpfer und El Plastico

Frei­burg gegen Augs­burg

Stim­mung: Beim Sport­club herrscht phä­no­me­nale Stim­mung nach dem Sieg gegen Hof­fen­heim. Augs­burgs Trainer Martin Schmidt erklärte Frei­burg jüngst sogar zum Team der Stunde“. Das werden sie in Frei­burg gerne hören, aber nicht allzu hoch hängen. In der Augs­burger Pup­pen­kiste gab es der­weil das Stück So Hi und das weiße Pferd“ zu bestaunen. Das klingt ziem­lich bewusst­seins­er­wei­ternd. Inso­fern ist es nicht ver­wun­der­lich, dass FCA-Prä­si­dent Klaus Hof­mann über den Video­be­weis moserte, anstatt sich über vier Punkte auf dem Konto zu freuen.

Per­sonal: Beim SC ist die Frage aller Fragen, ob Chris­tian Streich Vin­cenzo Grifo in die Startelf beor­dert. Zum einen ist Streich Anhänger der Never change a win­ning team“-Philosophie, zum anderen ist es schwer vor­stellbar, dass er seinen Mus­ter­schüler Grifo auf der Bank lässt. Der FCA muss der­weil weiter auf Daniel Baier ver­zichten. Ste­phan Licht­steiner dürfte nach abge­lau­fener Sperre wieder spielen. Alle Augen werden auf Flo­rian Nie­der­lechner gerichtet sein, der zurück an seine alte Wir­kungs­stätte kehrt. Auf Geschenke möchte Chris­tian Streich ver­zichten: Ich freue mich auf ihn und hoffe, dass er kein Tor schießt.“

11FREUNDE-Orakel: Das letzte Auf­ein­an­der­treffen der beiden Teams ging mit 5:1 an den Sport­club. Ganz so schlimm wird es für die Fug­ger­städter nicht, trotzdem fährt Augs­burg mit leeren Händen nach Hause. 2:0 geht’s aus.

Die Sonn­tags­spiele: 

Mön­chen­glad­bach gegen Düs­sel­dorf

Stim­mung: Nach dem gest­rigen Debakel gegen Wolfs­berg ist zur Stim­mung bei den Glad­ba­chern alles gesagt. Spä­tes­tens nach 45 Minuten war jeg­liche Euro­pa­pokal-Euphorie ver­flogen, mit Pfiffen ging es in die Halb­zeit. So schnell konnte es gehen, letzten Samstag fei­erte die Borussia noch über­schwäng­lich den Der­by­sieg. Gut, dass direkt das nächste Derby um die Ecke kommt, nur 30 Auto­mi­nuten trennen die Städte. Die For­tuna gewann unter der Woche ein Test­spiel mit 13:0 gegen eine Ama­teur­mann­schaft, Tor­ab­schlüsse wurden also erfolg­reich trai­niert. Nach vier Spielen steht man in der Tabel­len­mitte und fühlt sich da auch pudel­wohl.

Per­sonal: Bei Glad­bach wird nach der Klat­sche fleißig rotiert, Breel Embolo und Oscar Wendt sind Star­telf­kan­di­daten. Aller­dings ist nicht aus­zu­schließen, dass es zu weit­rei­chen­deren Ver­än­de­rungen in der ersten Elf kommt. Auf der anderen Rhein­seite gibt es wenig Anlass zu wech­seln. Viel­leicht beginnt André Hoff­mann anstelle von Robin Bor­muth in der Innen­ver­tei­di­gung, auch die viel­sei­tige Offen­sive bietet neue Mög­lich­keiten.

11FREUNDE-Orakel: Reha­bi­li­tieren sich die Fohlen gegen Düs­sel­dorf? Mehr als ein Punkt ist nicht drin, das Spiel endet nach Offen­siv­spek­takel und Defen­siv­ka­ta­stro­phen mit 2:2.

Frank­furt gegen Dort­mund

Stim­mung: Beide Ver­eine haben eine unbe­frie­di­gende Sohle auf euro­päi­schem Par­kett hin­ge­legt. Wäh­rend die Ein­tracht gegen Arsenal drei Nüsse schlu­cken musste, ver­passte der BVB es, Real drei Nüsse ein­zu­schenken. Aber genug Gerede über Tanz und Nüsse: Bas Dost ver­sprach dem Frank­furter Publikum Wie­der­gut­ma­chung, der BVB wollte an der Chan­cen­ver­wer­tung arbeiten. Inso­fern sollten die Wei­chen für ein Offen­siv­feu­er­werk gestellt sein.

Per­sonal: Die Europa League ist ein will­kom­mener Aus­löser für Rota­tion. Bas Dost und Dijbril Sow könnten auf der Bank landen, dafür Gon­calo Paci­encia und Gelson Fer­nandes in die erste Elf rut­schen. Auch Sebas­tian Rode oder Evan Ndicka könnten in der Startelf auf­tau­chen. Beim BVB bangt Lucien Favre um Jadon Sancho, für den es aber aus­rei­chend Alter­na­tiven gäbe. Schwerer fällt da schon der Aus­fall der Tor­hüter zwei und drei, Marwin Hitz und Eric Oel­schlägel. Dafür darf Jan Pascal Reckert auf der Bank sitzen.

11FREUNDE-Orakel: Reiste der BVB in die Finanz­me­tro­pole, war es für die Dort­munder in den letzten Jahren ein hartes Stück Arbeit. Diesmal ist es anders, denn Frank­furt ist noch nicht ganz auf der Höhe. Die Borussia fährt eine ordent­liche Divi­dende in Form von drei Punkten ein und gewinnt mit 3:1.

Das Mon­tags­spiel:

Wolfs­burg gegen Hof­fen­heim

Stim­mung: El Plastico an einem Mon­tag­abend, darauf hat die Welt gewartet. Heer­schaaren werden vor die Bild­schirme pil­gern, um sich das Spiel bloß nicht ent­gehen zu lassen. Der VfL erfüllte die Pflicht­auf­gabe gegen Olek­sandrija rou­ti­niert, die TSG hatte wäh­rend­dessen Zeit, die Wunden vom ver­gan­genen Sonntag zu lecken.

Per­sonal: Bei den Wölfen wird es Ver­än­de­rungen in der Startelf geben. Wil­liam wird für Kevin Mbabu beginnen, außerdem könnte es auf den Flü­geln Wechsel geben. Felix Klaus und João Victor stehen bereit, um Admir Meh­medi und Josip Bre­kalo auf die Bank zu ver­drängen. Bei der TSG können die Neu­zu­gänge Robert Skov und Jürgen Locadia starten. Ansonsten wartet man in der Rhein-Neckar-Region sehn­süchtig darauf, end­lich André Kra­maric und Diadie Samas­sékou auf dem Platz zu sehen.

11FREUNDE-Orakel: Ein Spiel, für dass man wohl nur des Bieres wegen ins Sta­dion geht. Mitt­ler­weile fährt die Social-Media-Abtei­lung der Wölfe schon Kam­pa­gnen, um Fans mit Bier zu ködern. Das Spiel wird hin­gegen unspek­ta­kulär, bis auf die fünf Ten­nis­bälle, die von den drei mit­ge­reisten Gäs­te­fans auf den Platz geschmissen werden. Hof­fen­heim gewinnt 1:0