Franck Ribéry
Ohlala, Misjö“, greifen wir ganz tief in die fran­ko­phone Kli­schee­kiste und ziehen unsere Bas­ken­mützen vor Bay­erns Franck Ribéry, der mit 186 Ein­sätzen nun der ewige Rekord­fran­zose der Bun­des­liga ist. Nach seinen Best­marken in Sachen frag­wür­dige Bart­ent­schei­dungen und noch frag­wür­di­gere Tech­tel­mechtel mit jungen Fran­zö­sinnen nun bereits der dritte Rekord, den Ribéry für sich bean­sprucht, einzig in der Rubrik Franz­be­cken­bau­er­haf­teste Aus­sprache“ hängt Ribéry leider noch deut­lich hinter einem gewissen Scha­pä­papa her. Seinen Rekord­ein­satz krönte Ribéry natur­le­ment mit einem wun­der­schönen Treffer, der gleich­zeitig den 1:0 End­stand bedeu­tete. Die haben eben Stil, die Fran­zosen.

Sebas­tian Rode
Wer vor der Saison gedacht hatte –und wir schließen uns da ein– dass Sebas­tian Rode nur zu den Bayern gewech­selt ist, um ein­fa­cher an Auto­gramme der großen Bun­des­liga-Stars zu kommen oder im Trai­ning seine Schwin­del­ge­fühls-Tole­ranz aus­zu­loten, der sieht sich mitt­ler­weile getäuscht. Zwar ist Rode kei­nes­falls unum­strit­tener Stamm­spieler bei den Bayern, immerhin aber kommt er auf seine Ein­sätze und wenn er spielt, tut er das mehr als ordent­lich. Gegen Lever­kusen etwa ging Rode derart beherzt zu Werke, dass es nicht ver­wun­dert hätte, wenn er nach Spiel­schluss noch Frodo und den Ring nach Mordor begleitet hätte. Und man kann sicher sagen, dass Rode bei den Bayern die posi­tive Über­ra­schung der Saison ist. Ande­rer­seits: Sein Trainer heißt Pep Guar­diola, und nach allem, was wir über dessen wun­der­same Fähig­keiten wissen, könnte der wahr­schein­lich auch aus einer Packung Toast­brot und einem Tüt­chen Senf ein köst­li­ches, fünf­gän­giges Ster­ne­menü zau­bern.

Karim Bel­la­rabi
Prin­zi­piell ist Lever­ku­sens Karim Bel­la­rabi ja eher einer für die sah­nigen Aspekte des Spiels. Traum­tore, Fan­ta­sie­solos, Zucker­pässe usw. Dass er auch anders kann, zeigte er gegen die Bayern, als er in der Schluss­phase heftig am schä­bigen Revan­che­foul-Baum schüt­telte und den ent­eilten Sebas­tian Rode aus den Schuhen kloppte, mit einer derart ein­ge­sprun­genen Flug­grät­sche, dass er damit wahr­schein­lich auch beim Turm­springen Best­noten bekommen hätte. Rode ist dank­ba­rer­weise nichts pas­siert, Ball­arabi sah für seine Aktion gerade mal die Gelbe Karte. Was schade ist, denn mit der Roten, die es eigent­lich hätte geben müssen, hätte er ein paar Wochen frei gehabt und mit seinem besten Kumpel Marvin Baka­lorz die lange geplante Sprung­ge­lenks-Safari in Afrika antreten können.

Roman Wei­den­feller
Am besten ist eine alko­hol­freie Creme, gern mit Pan­thenol. Auf All­er­gien sollte man achten, viele der Inhalts­stoffe können Rei­zungen aus­lösen, gerade bei emp­find­li­cher Haut ent­steht dann ein gegen­tei­liger Effekt. Wichtig ist auch, dass….wie bitte? Warum wir das an dieser Stelle schreiben? Achso. Wir möchten nur Tipps geben, wie sich Natio­nal­keeper Roman Wei­den­feller am besten von der def­tigen Rasur erholt, die ihm Jürgen Klopp am Wochen­ende ver­passt hat. Nach 411 Pflicht­spielen als Stamm­spieler, Meis­ter­schaften, Pokal­siegen und einem Welt­meis­ter­titel war es näm­lich anschei­nend Wei­den­feller, der für die der­zei­tige Misere der Dort­munder ver­ant­wort­lich war. Wes­wegen sich der Tor­wart gegen Hof­fen­heim über­ra­schend auf der Bank wie­der­fand. Das Spiel gewann der BVB mit 1:0, Jürgen Klopp hat also alles richtig gemacht. Was Roman Wei­den­feller even­tuell ein wenig anders sehen dürfte.

Mats Hum­mels
Wie wir alle wissen, ist Mats Hum­mels ein derart her­aus­ra­gender Ver­tei­diger, dass ihn Ursula van der Leyen für ihr Minis­te­rium abwerben will. Aber was macht man, wenn man sowohl in Sachen Zwei­kampf­füh­rung als auch Spiel­aufbau kom­plett über­ra­gend ist und beginnt, sich zu lang­weilen? Na klar, man hebt kur­zer­hand das eher unter­schätze Genre der Frei­stoß­mauer-Ver­tei­di­gung auf ein neues Niveau. Gegen Hof­fen­heim sprin­tete Hum­mels Sekun­den­bruch­teile vor einem Frei­stoß in Straf­raum­nähe aus der Mauer nach hinten, um den Ball dann per Kopf aus dem Winkel zu kratzen. Der Mann ist so gut, er sollte Lebens­ver­si­che­rungen anbieten.

Sascha Ste­ge­mann
Für einen slap­stick­haften Car­toon-Moment sorgte am Sonntag Schiri Sascha Ste­ge­mann. Als er vor der Partie Ham­burg gegen Mainz zum obli­ga­to­ri­schen Münz­wurf ansetzte, schaffte er es tat­säch­lich, dass die Münze auf der Kante lan­dete. Ein viel­leicht ein­ma­liger Moment in der Geschichte sowohl des Fuß­balls als auch des Münz­wurfes. Was anschlie­ßend pas­sierte, wissen wir leider nicht, da wir schnell zu Ren & Stimpy“ umschalten mussten, aber wir gehen davon aus, dass den Spie­lern beim Anblick der Münze die Augen aus den Köpfen schossen und even­tuell explo­dierten, irgend­je­mandem ein Kla­vier auf dem Kopf fiel und Bugs Bunny leger am Pfosten lehnte und Is was, Doc?“ fragte, bevor er ein Loch auf den Boden malte, in das er dann rein­sprang. Und wahr­schein­lich jin­gelte dann irgend­wann die Looney-Toons-Musik los, die Zuschauer machten sich in einer großen Staub­wolke zurück auf den Weg nach Enten­hausen oder Toon-Town und die Sky-Über­tra­gung schloss mit That’s all, folks!“