Der Lau­ernde: Timo Horn (1. FC Köln)

Timo Horn will in Rio damit anfangen, die Nach­folge für das Tor der Natio­nal­mann­schaft zu bean­spru­chen. Und nicht nur das: Horn behauptet gegen­über dem Kölner Express, ihm sei eine Olympia-Medaille wich­tiger als der Cham­pions-League-Titel. Gut, das ist ange­sichts seines aktu­ellen Ver­eins, dem 1. FC Köln, wohl auch das rea­lis­ti­schere Ziel. Bei Köln tritt er übri­gens in große Olympia-Fuß­stapfen. Sunday Oliseh gewann als Effzeh-Spieler 1996 in Atlanta Gold mit Nigeria, Thomas Icke“ Häßler holte acht Jahre zuvor Bronze mit Deutsch­land.

Der Bein­harte: Robert Bauer (FC Ingol­stadt)

Krass“, nennt ihn sein ehe­ma­liger Trainer Ralph Hasen­hüttl: Wirk­lich krass.“ Und bezieht sich damit auf ein Spiel seines Schütz­lings in der ver­gan­genen Saison. Im Sep­tember 2015 riss er sich beim Spiel in Augs­burg Sekunden nach seiner Ein­wech­se­lung teil­weise die Bänder im Sprung­ge­lenk. Er spielte das Spiel unter Schmerzen zu Ende – obwohl Ingol­stadt ihn noch hätte aus­tau­schen können. Wer sich so für das Wech­sel­kon­ti­gent auf­op­fert, hat eigent­lich einen Stamm­platz ver­dient.
 

Der Abwehr­chef: Niklas Süle (TSG Hof­fen­heim)

In einer zunächst grot­tigen und dann akzep­ta­blen Hof­fen­heimer Saison zeigte Niklas Süle als einer der wenigen kon­stant gute Leis­tungen. Unter Trainer Julian Nagels­mann erhielt der erst 20-jäh­rige Süle das Kom­mando über die Hof­fen­heimer Abwehr. Von dort aus orga­ni­sierte er mit Hummel’scher Ele­ganz auch das Angriffs­spiel und half auf diese Weise beim Klas­sen­er­halt. Die Rolle als spiel­eröff­nender Abwehr­chef wird er wohl auch im Olym­pia­team über­nehmen.

Die Num­mern Sicher 1 & 2: Die Bender-Brüder (Borussia Dort­mund bzw. Bayer Lever­kusen)

Der eine war wäh­rend der EM 2012 Bum-Bum-Bender“ (Bild), der andere stand ein Jahr später mit dem BVB im Cham­pions-League-Finale. Lars und Sven Bender sollen die junge Mann­schaft mit ihrer Erfah­rung sta­bi­li­sieren: Sie bringen es gemeinsam auf 26 Län­der­spiele und damit auf mehr als dop­pelt so viele wie der Rest des Kaders zusammen. In Rio werden sich die beiden ein Dop­pel­zimmer teilen. Das Beste daran, ist der Gag für die Medaillen-Feier am Ende des Tur­niers. Wenn die kreuz­braven und wegen des Lärms ster­bens­müden Brü­der­chen im Part­ne­routfit (weiß-blauer 1860-Schlaf­anzug) aus der Tür glubs­chen und zu hören kriegen: Boah, ich glaub, ich seh dop­pelt: Vier Ben­ders.“ Höhö.