Seite 2: „Nicht wegzudiskutierender Bruch“

Im Kur­ven­echo“ zum Spiel gegen den VfB erklärten die Ultras zudem, dass sie auf­grund des nicht weg­zu­dis­ku­tie­renden Bruchs mit den Spie­lern“ auf opti­sche Stil­mittel wie Schwenk­fahnen und Dop­pel­halter ver­zichten und auch das Liedgut mehr dem Geschehen auf dem Rasen anpassen“ würden.

Was daran eine Strafe sein soll, dürfte Nicht-Ultras nur schwer ver­mit­telbar sein. Die meisten Zuschauer jeden­falls emp­fanden den spiel­be­zo­genen und basis­de­mo­kra­ti­schen Sup­port beim Spiel gegen die Stutt­garter eher als segens­reich. Der Mann­schaft dürfte es ähn­lich ergangen sein.

Gene­rell aber bleibt der Bezie­hungs­status zwi­schen dem Klub und den orga­ni­sierten Fans kom­pli­ziert. Es ist einiges vor­ge­fallen in dieser Saison: Ange­fangen hat es mit dem unan­ge­kün­digten Besuch der Ultras beim nicht-öffent­li­chen Trai­ning nach dem Pokal-Aus gegen Union und der Dro­hung, bei Bedarf die nächste Stufe zu zünden. Weiter ging es mit der Reak­tion des Ver­eins, recht­liche Schritte zu prüfen, ehe das Ganze nach dem 1:4 im Derby vor zwei Wochen end­gültig eska­lierte.

In Ord­nung, dass sich die Spieler wehren“

Die Zünd­schnur auf beiden Seiten ist kurz, eine latente Gereizt­heit ist immer noch deut­lich zu spüren. Sport­chef Fredi Bobic legte im Gespräch mit Dazn vor dem Spiel Wert auf die Unter­schei­dung zwi­schen der Gesamt­heit der Hertha- Fans und einer kleinen Grup­pie­rung, die viel­leicht mal das eine oder andere anders sieht“.

Auch Trainer Felix Magath äußerte Ver­ständnis für seine Mann­schaft und deren Wei­ge­rung, nach dem Spiel den Sieg gemeinsam mit den Fans in der Kurve zu feiern. Ich denke, es ist so weit in Ord­nung, dass die Spieler sich wehren“, sagte er. Zugleich aber äußerte er sich dia­log­be­reit und sprach seine Hoff­nung aus, dass sich beide Gruppen schon in den nächsten Tagen zusam­men­setzten, um die Dif­fe­renzen aus der Welt zu schaffen: Im letzten Heim­spiel gegen Mainz wäre für mich eigent­lich wieder Ver­söh­nung ange­sagt.“ Nach dem Sieg gegen Stutt­gart stehen die Chancen zumin­dest nicht schlecht, dass es dann wieder was zu feiern gibt.