Alex­ander Nouri

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Alex­ander Nouri als ein derart sicherer Kan­didat auf die nächste Trai­ner­ent­las­sung, dass er beim Arbeitsamt Bremen bereits ein Hand­tuch über einen Sitz­platz gelegt hatte. Dann aber gewann Nouri mit seinem SVW sechs aus sieben Spielen, in denen seinen Truppe auch noch 18 Tore schoss. Und plötz­lich heißt die Aus­sicht Euro­pacup und nicht mehr Abstiegs­kampf, nur noch fünf Punkte trennen Werder von den EL-Rängen. Eine Leis­tung, die Pro7 zu einer Neu­auf­lage der Show Das Model und der Freak“ bewegt hat, in der Nouri ab der nächsten Staffel hilf­lose Fuß­ball­klubs in sexy Euro­pa­pokal-Anwärter ver­wan­deln soll. 

Zlatko Junu­zovic / Theodor Gebre Sel­assie

Das 1:0 der Bremer wurde übri­gens vor­be­reitet von Zlatko Junu­zovic, und wenn wir vor­be­reitet“ schreiben, meinen wir eigent­lich Ver­dammte Scheiße, was zum Geier war das denn für eine unfass­bare Flanke“. Halb mit Außen­rist, halb mit Spann prü­gelte der Öster­rei­cher den Ball in den Straf­raum, wo sich Theodor Gebre Sel­assie hoch­schraubte und den Ball lässig und doch bestimmt in den Winkel nickte. Und irgendwo in Ham­burg füllten Horst Hru­besch und Manni Kaltz zwei Werder-Mit­glieds­bei­träge aus. 

Ales­sandro Schöpf

Wun­der­schön auch die Szene von Schalkes Ales­sandro Schöpf, der zu Beginn der zweiten Hälfte im Bremer Sech­zehner ohne Geg­ner­kon­takt dar­nie­der­sank und sich anschlie­ßend auch noch ges­ten­reich beim Schiri beschwerte. Für einen Elf­meter reichte das leider nicht, immerhin aber hat er durch seine Aktion ein paar Flug­meilen abge­staubt. Schön. 

Bene­dikt Höwedes

Apropos Elf­meter: Gegen Bremen hat Schalkes Bene­dikt Höwedes seinen zehnten Bun­des­liga-Elf­meter ver­schuldet. Zur Feier dieses schönen Jubi­läums gab es Augen­rollen der Kol­legen, einen Strauß Blumen mit hän­genden Köpfen und Bei­fall der Schalker Zuschauer per Hand vor die Stirn. Glück­wunsch. 

Levin Özt­u­nali

Apropos Face­palm: Das Klat­schen des Face­palms von Mainz’ Levin Özt­u­nali kann man im Rhein-Main-Gebiet wahr­schein­lich immer noch durch die Wälder schallen hören. Beim Stande von 1:2 gegen Leipzig trat Özt­u­nali näm­lich frei vor dem Kasten über einen Quer­pass und ver­sem­melte so die Groß­chance zum Aus­gleich. Wir sind uns sicher: Wenn sein Opa Uwe Seeler das gesehen hat, wird er den Jungen bei der nächsten Gele­gen­heit übers Knie legen. Und zwar mit Recht.