Seite 2: Warten auf den einen Konter

Pro Wolfs­burg: Mario Gomez

Mario Gomez ist die Lebens­ver­si­che­rung der Wolfs­burger: Zehn der drei­zehn Treffer, die Wolfs­burg unter Andries Jonker erzielt hat, gehen auf das Konto des Natio­nal­stür­mers. Er muss sich nicht in den Spiel­aufbau ein­schalten, son­dern soll vorne in vor­derster Linie bleiben. Mit seiner Raumin­tel­li­genz an der Grenze zum Abseits und im geg­ne­ri­schen Straf­raum hält er sich bereit für Pässe in die Schnitt­stelle und Flanken. 

Diese Zuspiele bekommt Gomez unter Jonker wieder häu­figer. Jonker hat das Spiel­system ganz auf den Stür­mer­star aus­ge­richtet: Die offen­sive Drei­er­reihe im 4−2−3−1 pos­tiert sich eng anein­ander, soll den Gegner auf sich ziehen. Mit schnellen Aktionen soll der Ball ent­weder direkt hinter die Abwehr oder auf die Flügel gespielt werden. Von dort schlagen die Außen­ver­tei­diger Bälle in den Straf­raum. Das könnte auch gegen den Ham­burger SV zum Erfolg führen, gerade wenn die Ham­burger irgend­wann alles nach vorne werfen müssen.

Pro Wolfs­burg: Die Aus­gangs­lage

Ein Punkt genügt Wolfs­burg. Solange es 0:0 steht, können sie den Ball getrost den Ham­bur­gern über­lassen. Schon gegen Schalke ließ Ham­burg in der zweiten Halb­zeit große Räume zum Kon­tern, die unmo­ti­vierten Schalker liefen diese aber nicht mit letztem Elan an.

Gerade auf den Flü­geln stimmt bei Ham­burg die Balance nicht immer. Hier rücken die Außen­stürmer weit ins Zen­trum. Die Außen­ver­tei­diger müssen auf­rü­cken, um Breite zu geben. Je länger das Spiel dauert, umso weiter rücken die Außen­ver­tei­diger auf – und umso eher gibt es hier Räume zum Kon­tern. Gerade wenn Wolfs­burg eine anfäng­liche Ham­burger Sturm- und Drang-Phase über­steht, könnten sie mit ihrer hohen Geschwin­dig­keit und Gomez als Abnehmer für Flanken den ent­schei­denden Konter setzen.