2008/09: VfL Osna­brück – SC Pader­born 0:1

Noch vier Spiele vor Schluss hatte nichts mehr nach Rele­ga­tion aus­ge­sehen. Nachdem Trainer Pawel Dot­schew mit den Pader­bor­nern auf Rang vier abge­rutscht und ent­lassen worden war, über­nahm der sport­liche Leiter André Schu­bert den Posten. Nicht unum­stritten, schaffte er es tat­säch­lich doch noch mit vier Siegen und 11:0 Toren in die Rele­ga­tion, in der sich Frank Löning gleich zweimal zum Man of the Match schoss: Der Tor­jäger erzielte sowohl im Hin- als auch im Rück­spiel das ein­zige Tor der Partie und führte sein Team so in Liga 2. Osna­brück hin­gegen ver­passte im Rück­spiel noch durch einen ver­schos­senen Elfer ihres Kapi­täns die Füh­rung und stieg zum fünften Mal in der Ver­eins­ge­schichte aus der zweiten Liga ab. Ein Jahr darauf schafften die Nie­der­sa­chen den direkten Wie­der­auf­stieg. Es sollte aller­dings nicht die letzte Rele­ga­tion an der Bremer Brücke gewesen sein.

2009/10 Hansa Ros­tock – FC Ingol­stadt 0:2

Waren nach der 1:0 Nie­der­lage im Hin­spiel noch viele Ros­to­cker mit großen Hoff­nungen ange­reist, belehrte sie das frühe Tor des FCI bereits in der achten Minute des Rück­spiels eines bes­seren. Der Sieg der Schanzer mar­kierte gleich­zeitig den tiefen Fall ihres Ros­to­cker Geg­ners. Der Tra­di­ti­ons­verein und letzte DDR-Meister der Geschichte hatte zuvor noch nie unter­halb der zweiten Liga gespielt, erst zwei Jahre zuvor waren sie aus der Bun­des­liga abge­stiegen. Ent­spre­chend groß auch die Ent­täu­schung der Fans: Sie blo­ckierten den Mann­schafts-Bus und ran­da­lierten auf dem VIP-Park­platz.

2010/11 VfL Osna­brück – Dynamo Dresden 1:3 n.V.

Der VfL Osna­brück ist zurück in der Rele­ga­tion. Und in was für einer! Das Spiel an der Bremer Brücke star­tete mit der Aus­gangs­lage eines 1:1‑Hinspiels. Den Gast­geber gelang schließ­lich auch die Füh­rung, doch die Gäste schlossen auf. Ver­län­ge­rung. Die Moral des Dritt­li­gisten siegte: Bereits in der vierten Minute erzielte Dani Schahin das 2:1 für Dresden – Osna­brück hätte also gleich zweimal treffen müssen, um doch noch die Liga zu halten. Statt­dessen erkämpfte sich Dynamo schließ­lich eine Minute vor Schluß das 3:1. Ein Kaf­fee­kränz­chen ver­gli­chen mit den Rele­ga­ti­ons­spielen, die noch kommen sollten.

2011/12 Karls­ruher SC – Jahn Regens­burg 2:2

Es lebe die Aus­wärts­tor­regel: Nach einem 1:1 im Hin­spiel erkämpfte sich Jahn Regens­burg dank 2:1 Aus­wärts­tref­fern den Auf­stieg – zu neunt! Denn in der Schluss­phase des Rück­spiels wurden im Zuge einer hart umkämpften Partie gleich zwei Regens­burger Spieler des Platzes ver­wiesen. Zuerst führte näm­lich Regens­burg, dann konnte Karls­ruhe aus­glei­chen und sogar in Füh­rung gehen, bevor die Regens­burger auf­schlossen. Das emo­tio­nale Spiel blieb aber vor allem wegen der Aus­schrei­tungen der ent­täuschten KSC-Fans im Gedächtnis: Nach einem Platz­sturm legten sie die ganze Stadt in Schutt und Asche, wäh­rend Regens­burgs Erfolgs­coachs Markus Wein­zierl von seiner Mann­schaft gefeiert wurde. Sein Wechsel zum FC Augs­burg war bereits in tro­ckenen Tüchern gewesen.