Neymar
Hätte der Tscheche Antonin Panenka geahnt, wie viele Fuß­baller seinen legen­dären Elf­meter aus dem EM-Finale 1976 gegen Deutsch­land nach­äffen würden, er hätte es sich viel­leicht noch einmal über­legt und den Ball ganz kon­ser­vativ ins Netz geschoben. Denn geht so ein Panenka“ erstmal schief, braucht man für den Spott nicht mehr zu sorgen. Wie einst Bra­si­liens Super­star Neymar, damals noch in Diensten des FC Santos. Dessen Talent reicht wahr­schein­lich dazu aus, den Ball mit purer Wil­lens­kraft in den Winkel zu zir­keln, aber Neymar ver­suchte es eben auf die but­ter­weiche Tour – und ver­sagte.

Wil­liam
Wobei: Es gibt sogar noch eine läs­si­gere Vari­ante des Elf­meter-Tri­um­phes: Sich nicht mal die Mühe machen, den Ball anzu­chippen, son­dern ein­fach lustlos aufs Tor zurollen lassen. Quasi die Butter-steht-seit-einer-Stunde-auf-der-Heizung“-weiche Vari­ante. Bota­fogos Wil­liam ver­suchte sich in dieser Dis­zi­plin. Als letzter Schütze im Elf­me­ter­schießen. Und schei­terte gran­dios. Anschlie­ßend soll der arme Kerl sogar so geknickt gewesen sein, dass er sich gar nicht freuen konnte, als seine Mann­schaft das Spiel trotzdem noch gewann. Unser Bei­leid.

Robert Pires
Der Panenka“ ist übri­gens nicht die ein­zige Kunst­form am Punkt, die zu Ehren eines großen Kön­ners regel­mäßig von nach­fol­genden Genera­tionen wie­der­holt wird. 1982 sorgte Johan Cruyff, bekannt­lich ein Genie, für Irri­ta­tionen, als er einen Elf­meter ein­fach zur Seite ablegte und den anschlie­ßenden Rück­pass von Mit­spieler Jesper Olsen ins Tor schob.

Bis dahin war den meisten Fuß­bal­lern ver­mut­lich noch nicht mal bewusst, dass diese Vari­ante regel­kon­form ist. Viele Jahre später wollte Arse­nals Robert Pires dieses Tor nach­stellen und wählte sich dafür ein anderes Genie der Fuß­ball­ge­schichte aus: seinen Mit­spieler Thierry Henry. Doch irgend­etwas muss bei der Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Pires und Henry schief gegangen sein. Anders ist dieser Elf­meter nicht zu erklären: