Was wird nicht alles geschrieben und geunkt vor jedem Bun­des­liga-Spieltag?! Es werden Sta­tis­tiken gewälzt, Tak­tiken ana­ly­siert und Befind­lich­keiten geraten. Die wirk­lich harten Fakten fallen dabei all­zuoft hinten rüber. Mit dem 11FREUNDE-Duell zum Spieltag gehört das fortan der Ver­gan­gen­heit an. Denn hier zählt, was sonst nir­gends zählt, und am Ende den Unter­schied aus­ma­chen wird. Ganz bestimmt. Also: viel­leicht. 

Die Profi-Kar­riere
Klarer Fall: Unent­schieden. Der eine, Nouri, hat sich vor allem im hohen Norden ver­sucht: Bremen, Olden­burg, Seattle. Der andere, Stöger, hat aus­schließ­lich in Öster­reich reüs­siert. Beides Pro­vinz.

Und sowohl Nouri als auch Stöger haben auf dem Platz haupt­säch­lich im zen­tralen, offen­siven Mit­tel­feld gewirkt. Dass Stöger (459) ein paar Erst­li­ga­ein­sätze und Län­der­spiele (65) mehr vor­zu­weisen hat als Nouri (0), lässt sich mit einem Wort begründen: Öster­reich.

Geile Kicker waren sie beide so oder so. Erzählt man sich. In den Eltern­häu­sern Stöger und Nouri. In Nord­deutsch­land und Öster­reich. Also überall dort, wo der Fuß­ball daheim ist.

Stöger: 1
Nouri: 1

Das Outfit
Wer eine Jog­ging­hose trägt, hat die Kon­trolle über sein Leben ver­loren“, sagte einst Modezar Karl Lager­feld. Wasser auf die Mühlen aller Kri­tiker Alex­ander Nouris, möchte man meinen. Trägt Bre­mens Coach doch kon­se­quent Bal­lon­seide an die Sei­ten­linie. Aber, möchte man jenen Kri­ti­kern ent­gegnen, er kann es eben ver­dammt nochmal auch tragen. 

Und so gespannt, wie Nouri jede Sekunde eines jeden Spiels mit­leidet und lebt, kann man dann fast wieder froh sein, dass er eben nicht auf Anzug­träger macht. Denn was pas­siert, wenn ener­vie­rende Trainer auf feinsten Stoff treffen, hat man wie­der­holt beim Hosen­platzer Pep Guar­diola gesehen. Und das, mit Ver­laub, finden wir super-super-naja.

Bei Peter Stöger wie­derum weiß man gar nicht so genau, was er unten herum trägt. Es könnte ein Rock sein, oder Nichts, oder ein Sari, oder was immer die Hipster dieser Welt inzwi­schen zur Befreiung ihrer eigenen, tie­fen­ver­klemmten Selbst­be­haup­tung so an die Körper pappen, damit auch ja jeder staunt. Denn bei Peter Stöger kommt man nie weiter als bis zur Brust.

Weil man erst sehr lange über das jeweils aktu­elle Bril­len­mo­dell staunt, ehe man an den Spon­so­ren­ta­feln seines Kapuzenpullovers/​Hemdes end­gültig hängen bleibt. Ehe man plötz­lich unheim­lich Bock auf Manner-Waf­feln hat. Ehe man völlig ver­gessen hat, dass man doch end­lich mal schauen wollte, was Peter Stöger unten herum so trägt. Kurzum: Unent­schieden auch in dieser Kate­gorie.

Stöger: 2
Nouri: 2

Die Inter­views
Wie die Tanz­leh­rerin unseres Ver­trauens uns nach jeder Stunde Stan­dard­tanz zuraunte: No Con­test. Alex­ander Nouri könnte in seinen Inter­views Adorno zitieren und dabei in bisher unbe­kannter Art und Weise und gekonnt Didi Hal­ler­vorden-Witze ein­fliessen lassen, er könnte sich eine Mehmet-Scholl-Bauch­puppe auf den Unterarm legen und spre­chen lassen, er hätte in dieser Kate­gorie nie­mals eine Chance gegen den Wiener Schmäh Peter Stö­gers.

Stöger: 3
Nouri: 2